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Montag, 29. April 2013

Kondolenzschreiben an das Land Tirol

Die Wahlen sind geschlagen und Darth Platter konnte sein dunkles Imperium halten.
Wir Piraten haben ein Landeswahlergebnis von 0,39% eingefahren, errungen in 3 von 9 Wahlbezirken.

In Innsbruck konnten wir besonders wenig punkten - Hatten wir zur Gemeinderatswahl im April 2012 noch ein Ergebnis von 3,8%, so lagen wir heuer nur mehr bei 0,96%.
Als wir uns damals von Gemeinderat Ofer getrennt hatten, weil er nach dem Wahlsieg auf die Basisdemokratie in der Partei verzichten wollte, so haben wir zwar Rückgrat bewahrt, aber wohl einige Wähler irritiert. Hinzu kommt, daß Ofer im Gemeinderat durch Überforderung und Untätigkeit glänzt und, daß sein Sozius Stemeseder die Bevölkerung allmonatlich mit wirren Kolumnen im Innsbrucker Lokalmedium "Innsbruck informiert" verstört.
Nichtsdestotrotz möchte ich festhalten, daß es in Innsbruck immerhin 408 Wähler gegeben hat, die den Piraten nach wie vor eine Chance geben möchten und an uns glauben.
Besonders erfreulich war es zu beobachten, daß es auch in vielen kleinen Landgemeinden Unterstützer der Piraten gab, wo wir gar nicht damit gerechnet hatten. Danke! Darauf können wir aufbauen.
Hier die Ergebnisse der Landtagswahlen im Detail:  http://wahlen.tirol.gv.at/landtagswahl_2013/index.html

Viel schlimmer als der unerwartete Erfolg der ÖVP wiegt jedoch die niedrige Wahlbeteiligung. Diese ist erneut um 9% gesunken und lag nur mehr bei knapp 56% an gültigen Stimmen. In Innsbruck waren es überhaupt nur mehr 49,2% der Bürger, die zur Wahl geschritten sind. So bekommt der Begriff "Urnengang" leider einen sehr traurigen Beigeschmack, denn offensichtlich tragen wir die Demokratie zu Grabe.

Das sollte uns ein Warnsignal sein. Wenn die Menschen ihr demokratisches Wahlrecht nicht mehr wahrnehmen, so haben Populisten leichtes Spiel.
Besonders fleißige Wahlgänger sind die Kriegs- und Nachkriegsjahrgänge. Ihnen ist es wohl einfach auch bewußter, wie wertvoll es ist, wenn man überhaupt die Möglichkeit hat wählen zu gehen.
Wenn die jüngeren Menschen ihr Wahlrecht nicht wahrnehmen, so werden alle politischen Entscheidungen für die Zukunft von den älteren Jahrgängen bestimmt. Ob ihnen das bewußt ist, weiß ich nicht.

Ganz besonders schlimm ist die Bedrohung durch "DIE ANDEREN" - sie sind die Demokratiekiller. "DIE ANDEREN" sind die Schweinehunde, die Schuld daran tragen, daß sich nichts zum Besseren ändert.
"DIE ANDEREN", das sind die, auf die sich jeder verläßt, daß sie schon alles richten werden, während man selbst lieber zuhause bleibt und herumsudert. "DIE ANDEREN" sind ein Hirngespinst - sie existieren nicht, sie leben hinter dem Spiegel.

1847 notierte Ludwig Pfau:
Schau, dort spaziert Herr Biedermeier
und seine Frau, den Sohn am Arm;
sein Tritt ist sachte wie auf Eier,
sein Wahlspruch: Weder kalt noch warm.
In Europa leben wir in einem modernen Biedermeier. Die Menschen ziehen sich zurück in ihre wohligen vier Wände -solange es uns gut geht, wird nicht aufgemuckt.
Wir sollten aber aus der Geschichte lernen, solange wir noch können, denn sonst blüht uns irgendwann ein neuer Metternich:
Eine bedeutende politische Rolle spielte Fürst Metternich, ein gebürtiger Rheinländer, der im Dienst des österreichischen Kaisers stand. Er setzte die so genannten Karlsbader Beschlüsse von 1819 durch, die eine starke Einschränkung jeglicher politischer Betätigung bedeuteten. Es wurde eine strenge Zensur für alle Veröffentlichungen eingeführt, inklusive der Musikwerke. Literaten wie Heinrich Heine und Georg Büchner emigrierten, ebenso Karl Marx, damals Redakteur der Rheinischen Zeitung in Köln. http://de.wikipedia.org/wiki/Biedermeier
Insofern haben wir Piraten für die Zukunft viel zu tun. Wir müssen die Demokratie retten und erneuern. Wir müssen uns auf unsere Schwerpunkte konzentrieren, nämlich Datenschutz, Netzfreiheit, Transparenz und direkte Demokratie. Die Freiheit der Bürger darf nicht weiter beschnitten werden. Der Überwachungsstaat, den Georg Orwell bereits skizziert hat, ist nicht mehr weit entfernt.

Autorin: Irene Labner




Samstag, 27. April 2013

Kap Horn erfolgreich umschifft...Wahlkampfrückblicke



Bei Tom Waits und einem kleinen "kühlen Blonden" resümiere ich gerade die vergangenen viereinhalb Monate. Als mir die Piraten im Zuge unserer Listenreihung am 9.Dezember 2012 ihr Vertrauen schenkten und mich zur Spitzenkandidaten der Tiroler Piraten für die Landtagswahl auswählten, da hatte ich noch keine konkrete Ahnung, welche Herausforderungen mich ihm herannahenden Wahlkampf ereilen würden.
Aber wie es so schön heißt - man wächst mit den Aufgaben.
Einen Wahlkampf zu führen neben einer Vollzeitanstellung und familiären Anforderungen, da muß man sich wahrlich im Spagatturnen üben. Möglich war dies nur durch den eisernen Zusammenhalt unserer Piraten. Eine kleine engagierte Truppe, die ihre eigene Freizeit dafür aufopferte um unser Antreten zur Landtagswahl zu ermöglichen und, die sich auch mit ihren bescheidenen finanziellen Mitteln nach Möglichkeit eingebracht haben. Diesen Leuten möchte ich an dieser Stelle, etwas gefühlsduselig durch Tom Waits, auf jeden Fall meinen allergrößten Dank aussprechen - ihr seid ein Hit! Ohne euren Rückhalt und euer Durchhaltevermögen wäre ich in diesem Wahlkampf womöglich auf dem politisch-medialen Parkett ernstlich ins Schlingern geraten.

Besonders negativ erinnere ich mich an die zeitraubende und mühsame Sammlung der Unterstützungserklärungen. Im Feber waren die Wetterbedingungen wirklich noch sehr unwirtlich und wir mußten nicht selten im Schneetreiben auf menschenleerer Straße auf potentielle Unterstützer warten.
Besonders traurig war, daß der Rücklauf via Post leider an einer Hand zum Abzählen war. Ich vermute, daß es einfach immer noch so ist, daß viele Menschen sich denken, DIE ANDEREN würden das schon machen...aber das denken sich DIE ANDEREN ebenfalls und daher unternimmt dann keiner etwas. Das war ja leider bei den zwei letzten Volksbegehren (für mehr Demokratie und gegen Kirchenprivilegien) auch so, daß viel zuwenige Menschen aufs Amt zur Unterschrift gegangen sind, obwohl viele die Inhalte eigentlich befürworten.
DIE ANDEREN werden unsere Welt nicht retten. Und auch in der Politik wird sich nichts verbessern, wenn man immer nur DIE ANDEREN zur Wahl gehen läßt und selbst lieber daheim bleibt.

Ich möchte nicht in einer Welt leben, die immer nur durch DIE ANDEREN bestimmt wird. Daher bin ich Piratin geworden. Ich denke, es braucht eine Erneuerung des politischen Systems. In über 50 Ländern denken bereits jetzt viele Menschen ähnlich und haben daher auch schon über 64 Piratenparteien gegründet.
Diese organisieren sich z.B. in Dachverbänden wie den Piraten Parteien International (PPI). Ein ganz besonderes Highlight für mich war in den letzten Wochen, daß die Piraten Partei Tirol am 21.04.2013 als beobachtendes Mitglied (observer member) in die PPI aufgenommen wurde.

Was mich in den vergangenen Monaten ganz besonders überrascht und erfreut hat, das war die wirklich positive und ausgewogene Berichterstattung der Tiroler Medien. Während wir im vergangenen Gemeinderatswahlkampf in Innsbruck noch die Erfahrung machen mußten, daß man uns zu kaum einer Podiumsdiskussion einlud und uns kaum eines Zeitungsberichtes würdigte, so war ich wirklich erstaunt, wie rege das Interesse auch seitens der Medien an uns war. Dadurch dürfen wir nun bereits vor dem Wahlergebnis zurecht sagen: wir haben schon gewonnen, denn wir hatten zum ersten Mal die Möglichkeit über die Medienberichte landesweit den Tirolern unsere Ideen und Inhalte zu präsentieren.
Meine persönlichen Highlights:
Die TT-Debatte
Im Gespräch mit ORF Tirol
"Kämpfen um Stimmen" in Tirol heute
Kinderfragen in Live-Radio
Jagdclub.tv (ab ca. 8:45min.)

Eine ganz besondere Herausforderung war auch das fast eine Stunde lange Interview mit Radio Freirad. Es war eines der ersten Wahlkampfinterviews und meine Interviewpartner wollten wirklich alles wissen, von persönlichen Motiven über die Visionen der Piraten in Sachen direktdemokratische Internetabstimmungen, bis hin zu Tiroler Themen wie Bildung, Kinderbetreuung, Frauenpolitik, Asylthema und Kultur. Dieses Interview möchte ich jedem empfehlen, der noch offene Fragen zu den Piraten mit sich herumträgt, da es wirklich viele verschiedene Themenbereiche und Sichtweisen erörtert:
Freirad-Interview mit Irene Labner

Ich sehe dem Wahlsonntag nun gelassen entgegen. Ich bin optimistisch, daß wir über den Wahlprognosen liegen werden. Ein Mandat zu erringen, das wäre definitiv das Allergrößte, das uns passieren könnte. Es würde uns die Möglichkeit geben, Anträge in den Landtag einzubringen, und als Stimme der kritischen Bürger die Zukunft Tirols mitzugestalten. Wie auch immer die Wahl für uns ausgeht, wir bleiben am Ball - die nächsten Ziele, nämlich die überregionale Vernetzung mit anderen Piratenparteien und Bürgerinitiativen, sowie Strukturarbeit in Sachen Demokratieverbesserung, sind schon auf unserer To-Do-Liste vermerkt.
Sail on!

Autorin: Irene Labner
Bildquellen: Quo vadis, PPT, Internet
Linktipp: Ideen für die Tiroler Landespolitik


Montag, 22. April 2013

Die rechten Recken unter den FPÖ-Landtagskandidaten

Heute bei mir im Mailaccount eingetrudelt:
Im Zuge der Recherchen zu Werner Königshofer schien auch Wolfgang Härting, FPÖ Telfs, am Radar auf.
Härting sammelt die rechtsextreme Zeitschrift "Der Freiwillige" (pdf in der Anlage) und entschuldigte das mit historischem Interesse, eine Ausflucht, die Prof Gärtner allerdings schlüssig in Frage stellt.
Geschadet scheint das Härting nicht zu haben, bei den Landtagswahlen 2013 wird er auf den
Listenplätzen 10 der Landesliste und 2 der Liste Innsbruck-Land der FPÖ geführt.
http://wahlen.tirol.gv.at/landtagswahl_2013/bezirke/innsbruck_land_vorzugsstimmen.html
Die Abgrenzung der Tiroler FPÖ zur radikalen Rechten scheint demnach nur ein Lippenbekenntniss zu sein. Härting hat mit dem Usernamen "cumples_101" auch weit radikaleres Material eingekauft, auf das die Ausflucht "historisches Interesse" nicht zutreffen kann:

Beispielsweise eine schwarze Fahne mit dem Motiv "Good Night Left Side", welche aus einer Kampagne militanter Neonazis stammt. (Screenshot in der Anlage)

Nicht erfolgreich war er bei der Auktion eines SS-Julleuchter samt Widmungsschreiben von SS-Chef Heinrich Himmler (Screenshot in der Anlage). Man fragt sich für welche ominöse Feierlichkeiten ein FPÖ-Funktionär einen SS-Kultgegenstand benötigt?
http://de.wikipedia.org/wiki/Julleuchter#Der_Julleuchter_im_Brauchtum_der_SS
dm+

Freitag, 12. April 2013

Politiker versetzen Tirol in Furcht und Schrecken

More Drama, please!

Die Dramaqueens der Politik, allen vorweg Günther Platter von der ÖVP und der freiheitliche Rudi Federspiel, versetzen Tirol mit ihren aktuellen Wahlkampagnen in Furcht und Schrecken.

Bereits am 11.Jänner 2013 lud Rudi Federspiel alle Spitzenkandidaten zum Lokalaugenschein in die Viaduktbögen ein. Dort seien angeblich unzähliche Drogenbunker, nicht umsonst warnt er seit Jahren vor zwielichtigen Menschen, die sich dort in der Partymeile Innsbrucks herumtreiben würden. Bis heute fand diese Exkursion nicht statt. Ich persönlich war inzwischen schon des öfteren an den Wochenenden in den Bogenlokalen, auch alleine als Frau und das noch dazu spätnachts, und ich konnte nichts furchteinflößendes feststellen.

Sicherheits- und Sauberkeitsfanatiker Rudi Federspiel spielt in meinen Augen fahrlässig mit diffusen Ängsten von Menschen, er malt schattenhafte Bösewichte an die Wand, wo keine sind, denn wir leben eigentlich in einer der sichersten Städte Europas.

Günther Platter toppt das Ganze noch und suggeriert den Wählern, daß Tirol ohne das Parteienmonopol der ÖVP in wüstes Chaos verfallen würde.

Als Crashtestdummy setzt er Berlusconi in einen sozialistischroten Fiat und läßt ihn gegen eine Wand fahren...vermutlich genau gegen jene Wand, welche die ÖVP in den Monaten zuvor zwischen den Politikern und den Wählern errichtet hat.


Die klischeeüberladene Luis-Trenker-Inszenierung Platters sollte uns wohl zuvor in Sicherheit wiegen...quasi: wir haben es doch eh so schön hier in Tirol, kein Wölkchen trübt den Horizont. Und nun treten soviele Listen zur Tiroler Landtagswahl an, die in Platters Augen nur das Schlechteste für Tirol möchten. Am liebsten würde Platter unsere Stimmzettel im Voraus mit seinem Namen ausfüllen lassen, damit wir nicht allzu viel denken müssen.


Vor so einer Psychomanipulation hat uns Elias Canetti in seinem Werk "Masse und Macht" bereits eindrücklich gewarnt. Diffuse Ängste können konservativ machen, das behauptet eine us-amerikanische Studie zurecht.
"Es ist kein Geheimnis, dass Angst in politischen Kampagnen als Instrument verwendet wird, um die öffentliche Meinung zu steuern", sagt Studienautorin Rose McDermott.
 In diesem Sinne: bleibt kritisch!

Autorin: Irene Labner

Dienstag, 2. April 2013

Hosen runter, volle Transparenz, ihr Sparefrohpiraten!

Gebi konnte es kaum glauben, als ich im TT-Interview vergangene Woche verlautete, daß wir für unseren Wahlkampf zur Landtagswahl in Tirol 2013 mit Ausgaben in der Höhe von 4500 Euro kalkulieren.
Diese Summe ist ja auch schier unglaublich, wenn man sie den Wahlkampfbudgets der anderen Parteien, die ihre Töpfe mittels Parteienförderung gefüllt haben, gegenüberstellt:

ÖVP    1.500.000 Euro
SPÖ        600.000 Euro
FPÖ        500.000 Euro
Grüne      300.000 Euro

Wir rechnen damit, daß die Plakatständern in Innsbruck etwa auf 2.700 Euro kommen werden - leider haben wir bis dato keine konkretere Kostenaufstellung seitens der Stadt bekommen. Diese Zahlung steht noch an.
Das Einreichen der Listen in den drei Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land und Schwaz, in denen wir antreten, hat zusammengerechnet etwa 900 Euro gekostet. Dieser "Druckkostenbeitrag" mußte direkt beim Einreichen geleistet werden.

Da unser Parteimitglied Axel begeisterter Selbstdrucker ist, können wir die Druckkosten unserer Plakate als kaum wahrnehmbar abhaken. Und auf teure Plakatierungen verzichten wir, d.h. wir werden keine Großplakate in Auftrag geben. Ein "Kleinanschlag" bei einer Plakatfirma, der noch für Innsbruck geplant ist, wird mit Kosten von unter 300 Euro zu verbuchen sein. Die öffentlichen Litfaßsäulen werden wir, wie im Gemeinderatswahlkampf, selbst plakatieren. Unsere Facebookseite gehört einem Parteimitglied, welcher auf eigene Kosten gelegentlich kleinere Beträge von seinem persönlichen Paypal-Account abbucht und in die Facebookwerbung investiert.
Sinnlose Give-Aways sparen wir uns - da machen wir ganz auf Niki Lauda: Wir haben ja nichts zu verschenken außer einem Pulverfass an guten Ideen.

Wir sind also quasi die Sparefrohs unter den Parteien, denn wir haben bislang noch nie Parteienförderung erhalten und managen unser Budget aus Eigenmitteln, d.h. Mitgliedsbeiträgen und Spenden.
Überhaupt plädieren wir dafür, daß politische Parteien bei sich selbst zuallererst den Sparstift ansetzen sollten - wir fordern eine Kürzung der Parteienförderung für politische Parteien!

Ja, unsere Schatztruhe ist nicht besonders voll, vermutlich werden wir auch aus unseren eigenen Taschen noch einiges nachlegen müssen, wenn dann alle Abrechnungen für den Wahlkampf schlagend werden. Doch eine volle Schatztruhe ist auch nicht ausschlaggebend dafür, ob man guten Wind in den Segeln hat - wir bleiben auf Kurs!
Unsere Finanzordnung ist im übrigen eine sehr gestrenge, wie ich finde, denn nur so ist ein ordentlicher Umgang mit den Finanzen, die unsere Mitglieder und Unterstützer geleistet haben, möglich.

Und unseren Kontostand veröffentlichen wir auch gerne - unter Einhaltung des Datenschutzes:




Autorin: Irene Labner

Mittwoch, 27. März 2013

Die TKI-Kiste und ein wandernder Gebi

Heute war ich bei Radio Freirad zu Gast und im Laufe des Gesprächs kamen meine Gastgeber auf das Thema TKI zu sprechen. Sie fragten mich, ob mir die TKI etwas sagte und ich mußte verneinen, denn im ersten Augenblick hatte ich dazu erstmal gar keinen Anhaltspunkt. Sie erläuterten mir dann, daß vor etwa zwei Jahren die Fachjury der TKI (Tiroler Kulturinitiativen) eine Auswahl an förderungswürdigen Projekten präsentierte, daß jedoch die Kulturlandesrätin Frau Dr. Palfrader zwei Projekten letztlich die Unterstützung verwehrte.

Die ganze Sache hat mir nun keine Ruhe gelassen und nun habe ich mich an meinen Laptop gesetzt und angefangen meine Unzahl an Links durchzustöbern...irgendwas war da doch.
Oft finde ich bei meinen Recherchen im Internet interessante Links, die ich mir dann in die Lesezeichen schiebe um sie später einmal für einen Artikel wieder aufzugreifen. Ich wurde tatsächlich fündig und fand den Link wieder, der mir da noch im Hinterkopf herumspukte: TKI - Oliver Ressler: "Tiroler Weg am Ende"

Ist ja ein irrer Zufall, wie aktuell doch das Thema ist, das der Künstler damals bearbeitete: "Wahlen sind Betrug" . Im Hinblick auf die Landtagswahl gewinnt dieses Kunstprojekt unglaublich an Brisanz, wie ich meine. Ressler beschreibt sein Werk selbst folgendermassen:
Der Slogan "Wahlen sind Betrug" ("Elections piège à cons") wurde im Mai 1968 in Paris geprägt. Die deutsche Fassung dieses Slogans, der in einer spezifischen historischen Konstellation geprägt wurde, wird nun über eine Fotografie gesetzt, die Tiroler Alpen zeigt. Vergleichbare Bilder tauchen immer wieder im Hintergrund von Plakaten wahlwerbender Parteien in Österreich auf. In der Plakatserie "Wahlen sind Betrug" fehlen allerdings die üblichen PolitikerInnenporträts und bilden eine Leerstelle. Anstelle sinnentleerter Wahlwerbung ist die nüchterne Aussage "Wahlen sind Betrug" zu lesen.

Wie kommt es, daß eine Fachjury von einer Politikerin einfach ausgehebelt wird? Könnte es vielleicht sein, daß die ÖVP keine Kritik duldet und dafür auch bereit ist, die künstlerische Freiheit zu beschneiden?

Zitat aus obigem Link:
Die die Tiroler Landesregierung stellende ÖVP ignoriert also nicht nur aus politischen Gründen einen Juryentscheid, sondern missbraucht meine künstlerische Arbeit auch noch im Innsbrucker Gemeinderatswahlkampf. Damit war das Fass voll und eine Klage gegen die Tiroler Landespartei wurde eingebracht.

Am 16.07.2012 fand eine Verhandlung im Landesgericht Innsbruck statt, in der sich die Tiroler Volkspartei in einem gerichtlichen Vergleich verpflichtet hat, es zu unterlassen, das Plakat „Wahlen sind Betrug“ zu vervielfältigen oder zu bearbeiten, und alle in ihrer Verfügungsmacht stehenden bearbeiteten Versionen des Werks „Wahlen sind Betrug“ zu beseitigen. Die beklagte Partei (ÖVP) verpflichtet sich weiters, kreditschädigende Behauptungen, die sinngemäß den Vorwurf beinhalten, dass ich mich an Kultursubventionen „bedient“ habe oder dies versucht habe, zu unterlassen. Weiters erklärt die beklagte Partei ausdrücklich, dass sie dem Kläger mit dem im „Tiroler Weg 1.12“ veröffentlichten Bericht im Zusammenhang mit dem vom Kläger angefertigten Plakat „Wahlen sind Betrug“ kein unehrenhaftes oder rechtswidriges Verhalten unterstellen wollte.

Eine Veröffentlichung dieser Verpflichtungen im Tiroler Weg ist daran gescheitert, dass dieser eingestellt wurde.

Nicht nur Oliver Resslers Arbeit war der ÖVP offensichtlich zu heiß, sondern auch eine weitere Arbeit über den Umgang Tirols mit der NS-Vergangenheit, wurde von Kulturlandesrätin Dr. Palfrader abgelehnt.
Oliver Ressler schreibt:
Sie ist auch kein Einzelfall. Auch das in derselben Jurysitzung vom Fachbeirat des TKI open ausgewählte Projekt "Alpenländische Studien" von Tal Adler (eingereicht von ritesinstitute), ein künstlerisches Forschungsprojekt zum Umgang des Landes Tirol mit seiner NS-Vergangenheit, fand vor den gestrengen Augen der Tiroler Landesregierung keine Gnade und wurde mit demselben Wortlaut wie mein Projekt abgelehnt.

Damit stellt sich die Tiroler Landesregierung gegen die verfassungsrechtlich garantierte Freiheit der Kunst und versucht zu bestimmen, was KünstlerInnen öffentlich zu sagen haben und was nicht. Für die Verhinderung politisch unliebsamer Arbeiten gibt es eine Bezeichnung: Zensur
So läuft das also mit der Kunst und der Kultur hier in Tirol...kritische Kunst ist offenbar nicht erwünscht und wird von Seiten schwarzer Kulturlandesrätinnen einfach nicht gefördert. Was mich auf den Punkt bringt, daß Politiker offenbar meinen, sie wüßten, welche Formen von Kunst und Kultur für uns Bürger einen Wert hat. Da die Kunstförderungen des Landes allerdings aus unseren Steuern finanziert werden, so finde ich es etwas eigentümlich, daß wir zwar für Kunst etwas zahlen dürfen, aber nur für vorgekaute, angepaßte Kunst. Das klingt wie vorverdautes Essen...ähm, entschuldigung, das ist wohl etwas krass formuliert, aber ich will nicht nur Kunst-mit-ÖVP-Flavour :-(
Wieso dürfen wir da nicht selbst mitentscheiden?

Ein eigentümliches Detail am Rande - gibt man in die Bildersuche von google die Schlagworte "alpenländische studien tal adler" ein, so findet man das ungefähr zigtausendste Foto vom wandernen Gebi. Hat der eigentlich schon eine goldene Wandernadel?
Uiuiui, google ist manchmal wirklich sehr merkwürdig...

Autorin: Irene Labner

Linktipps:  http://diesenreiter.at/tag/tki-open
http://derstandard.at/1326503124282/Kunstprojekt-fuer-das-Land-Tirol-falsch
http://www.provinnsbruck.at/content/land-tirol-zensur-statt-kultur
http://www.tki.at/tkiweb/tkiweb?page=ShowArticle&service=external&sp=l406
zum Projekt von Tal Adler:  http://www.ritesinstitute.org/IsraelestiN/2008/10/kuratorenstatement-tal-adler/?lang=de
http://cba.fro.at/66336
http://www.uibk.ac.at/zeitgeschichte/aktuelles/baeckerei_invitation_25.9.final.pdf




Freitag, 22. März 2013

Piraten im Wahlkampf


Da wir Piraten nur über ein sehr schmales Wahlkampfbudget verfügen, geschieht das meiste unserer Wahlkampfarbeit in Eigenregie.

Bisher hat unser Wahlkampf etwa 4000 Euro gekostet. Die Plakate drucken wir größtenteils selbst und auch das Anbringen der Plakate wird von unseren unermüdlichen Freiwilligen durchgeführt, so hoffen wir sparsam mit unseren finanziellen Ressourcen umgehen zu können.

Piratenpolitik ist Politik in Eigenregie. Wir verzichten auf kostspielige Werbeeinschaltungen in Medien und auf umwelt- und nervenbelastende Materialschlachten, wie sie von den Großparteien praktiziert werden.

Würden alle Parteien auf sparsame Wahlkämpfe setzen, so könnte man die österreichische Parteienförderung getrost halbieren. Das würde die Geldbörsen der Österreicher nämlich durchaus entlasten, da Österreich europaweit eines der Länder mit den höchsten Aufwendungen für Parteien ist. Angesichts der um sich greifenden Staatspleiten wäre es sinnvoll, wenn Österreich weniger öffentliche Gelder in Politiker und Parteien pumpen würde.
Genau so eigenständig wie unser Wahlkampf, ist auch unsere Politik. Jede/r Interessierte ist herzlich eingeladen, sich auf einem unserer Mittwochsstammtische im Gasthaus Muskete in Innsbruck ein Bild davon zu machen.

Autorin: Irene Labner

Montag, 11. März 2013

Geschäftesterben in Schwaz?

Heute war ich in Schwaz um Unterstützungserklärungen für unsere Landtagskandidatur zu sammeln. Dabei fielen mir mehrere leerstehende Geschäftslokale auf, die mich stutzig machten. Alleine in der Burgstrasse und einem kurzen Teil der Innsbruckerstrasse zählte ich 4 Läden, die leerstanden. mitten in der Altstadt - wie kommt das?

Während ich vorm Rathaus stand um Leute anzusprechen und sie um Unterstützungserklärungen zu bitten, beobachtete ich auch das Kommen und Gehen in den angrenzenden Läden. Einzig und alleine der neben dem Rathaus situierte Bioladen schien einigermassen gut besucht zu sein. Wie all die anderen Kaufleute in der Schwazer Innenstadt ihr Überleben sichern, das frage ich mich wirklich. Ich arbeite ja selbst in einem relativ kleinen Geschäft, und mir kann nun wirklich keiner erzählen, daß die Geschäfte in der Schwazer Altstadt angesichts der mäßigen Kundenfrequenz brummen :-/

Ein Passant, mit dem ich ein recht interessantes Gespräch führte, erwähnte beiläufig etwas verärgert: "Und den Tempel da drüben, den hamma grad noch gebraucht." Da fiel es mir plötzlich wie die vielzitierten Schuppen von den Augen: ja, klar...hier in Schwaz gibt es doch dieses neue Einkaufszentrum, die Stadtgalerien! Jetzt verstand ich freilich auch, weshalb die vielen Geschäftslokale leerstanden: jeder Händler, der sich einen Umzug in das Einkaufzentrum leisten konnte, hat freilich noch rasch seinen Laden dorthin übersiedelt. Für kleinere Läden bedeutet das zentrumsnahe Kaufhaus mit seinen Parkmöglichkeiten nämlich den Wegfall der Laufkundschaft und somit große Umsatzeinbußen.

Alleine auf der Webseite der Stadt Schwaz werden derzeit 11 Geschäftslokale in der Innenstadt zur Vermietung feilgeboten. Ich finde das bedenklich, da dies vermutlich ja nur ein Teil der leerstehenden Gewerbeimmobilien im Zentrum der einstigen Silberstadt ist. Die Stadt Schwaz steht wohl einem ernsten Problem gegenüber...wie kann man es lösen, das ist die Gretchenfrage, der man auch in manchen Innsbrucker Stadtteilen schon geraume Zeit relativ hilflos gegenüber steht, denn auch in Wilten und Pradl stehen seit Jahren viele Geschäftslokale leer. Mitunter werden sie inzwischen sogar zu Wohnungen rückgebaut, was zwar angesichts der herrschenden Wohnungsnot gut ist, allerdings auch bedeutet, daß es zunehmend weniger Nahversorger gibt. Auf jeden Fall ein Thema, das man genauer unter die Lupe nehmen sollte und, das ich auch bei unseren Piratentreffen zur Diskussion stellen möchte.

Autorin: Irene Labner


Freitag, 8. März 2013

Pilzsaison zur Landtagswahl in Tirol


Das, was im allgemeinen Sprachgebrauch als Pilz bezeichnet wird, ist lediglich der Sporen tragende Fruchtkörper, der bei einigen Arten genießbar ist und als Speisepilz Verwendung finden kann. Pilze bestehen aus winzigen Fäden, die man Hyphen nennt. Im Fruchtkörper sind die Hyphen zu einem gewebartigen Geflecht vereint, das man Myzel nennt. Der Hauptbestandteil des Pilzes, der Vegetationskörper, liegt jedoch verborgen im Boden, im Holz eines Baumes oder einem anderen Substrat und besteht aus weit verzweigten Hyphen. http://www.wissen.de/thema/pilze-0?chunk=charakteristik-der-pilze

Dienstag, 26. Februar 2013

Die Hyperdemokratie der Grille

Heute hat jemand zu mir gesagt, es wäre schon sinnvoll, daß es bei Wahlen Sperrklauseln, wie z.B. die 5%-Hürde für das erste Mandat zur Tiroler Landtagswahl, gibt. Es würde ja sonst womöglich 10 Parteien im Landtag oder im Parlament geben, was dann unter Umständen dazu führen könnte, daß es keine klaren Mehrheiten mehr gäbe - das Land wäre dann nicht mehr regierbar.

Aus piratischer Sicht sind erhöhte Prozenthürden bzw. Sperrklauseln absolut undemokratisch, denn da z.B. der Tiroler Landtag aus 36 Abgeordneten besteht, dann ist es unverständlich, weshalb für das erste Mandat 5%, also 1/20 der Stimmen, nötig sind. Das impliziert ja, daß die Stimmen der Wähler einer Partei, die nur das erste Mandat schafft, weniger wert sind als jene von Großparteien, die mehrere Mandate erhalten.

Auch die italienischen Wahlen haben gestern Befürchtungen hervorgerufen, daß Italien möglicherweise ohne Koalitionen unregierbar würde. Das ist eine Denkweise, die man nur mit der Brille des gewohnten, etablierten Systems nachvollziehen kann.
Wenn man, wie die Piraten, direktdemokratische Entscheidungsprozesse und eine Erneuerung der politischen Strukturen fordert, dann kann man Italiens Wahlergebnis äußerst gelassen betrachten.

Beppe Grillo, der mit seiner Bewegung "5 Sterne" ("5 stelle") gestern einen Erdrutschsieg landete, lehnt Koalitionen ab und erläutert das Konzept seiner Gruppierung:
Hierarchielos, mit der Intelligenz von Tausenden. Bei uns hat jeder gleich viel Gewicht. Das ist Hyperdemokratie.
http://www.milborn.net/base/blog/beppe-grillo:-italiens-clown-pirat1
In seinen Augen sind Regierungskoalitionen ein Modell von gestern. Im Grunde braucht eine Politik, in welcher der Bürger sein Mitbestimmungsrecht auch außerhalb der Wahlen behält, auch gar keine Regierungskoalitionen mehr. Auch Klubzwang ist von diesem Standpunkt aus überflüssig. Man konzentriert sich auf Inhalte, diese werden objektiv aufbereitet und zur Abstimmung vorgelegt. Politiker würden in erster Linie zu Informationsdienstleistern der Bürger.

Ich finde es traurig, daß viele Menschen sich durch medial transportierte Horrorszenarien eines in politisches Chaos stürzenden Italiens so beeindrucken lassen. Ich sehe Grillo´s Erfolg als positives Signal für Veränderung und das Aufbrechen verkrusteter Strukturen. Die Kandidaten seines Teams spiegeln die Vielfalt aller Bürger wieder. Angesichts dessen, daß alle anderen Parteien Italiens völlig überaltert sind, ist diese Tatsache durchaus bemerkenswert und signalisiert den Aufbruch von jungen, politisch unverdrossenen Leuten, welche ihre Gegenwart und die Zukunft ihrer Kinder selbst in die Hand nehmen.

Die neue Bewegung begann ihren Siegeszug auf lokaler Ebene. Seit Mai 2012 ist der „Grillino“ Federico Pizarotti Bürgermeister von Parma. Er kämpft seither gegen die hohe Verschuldung der norditalienischen Stadt und versucht zu sparen, etwa bei den Gehältern der kommunalen Angestellten und bei den Repräsentationskosten. Trotz Krise will er aber mehr Geld für die Bildungsarbeit ausgeben. Der 1973 geborene Computertechniker Pizarotti wurde mit 60 Prozent der Stimmen gewählt und seither ließ die Zustimmung für ihn nicht nach. Der bescheiden auftretende Mann ist eines der Aushängehängeschilder der Grillo-Bewegung.
So wie er sollen auch die zukünftigen Abgeordneten und Senatoren für Italien arbeiten: der Lehrer aus Neapel, die Krankenschwester aus den Abruzzen, eine Mitarbeiterin in einer Speditionsfirma in Mailand, ein Kleinunternehmer aus Padua, der im Umweltschutz aktiv ist, und eine Ärztin aus Verona. Frauen und Männer waren auf Grillos Liste etwa gleich stark vertreten. Die meisten Kandidaten sind Akademiker oder Facharbeiter. Im Schnitt sind die neuen Abgeordneten der „Bewegung fünf Sterne“ um die 30 Jahre alt.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/grillini-in-italiens-parlament-zwischen-klamauk-und-koalition-12094465.html

Autorin: Irene Labner
Bildquelle: il grillo parlante, wikipedia

Dienstag, 19. Februar 2013

Tiroler Demokratie, wo bist du?

Gebt mir eine Lupe - ich muß die Demokratie suchen!

Damit eine Partei zur Tiroler Landtagswahl 2013 antreten kann, muß sie tirolweit mindestens 732 Unterstützer finden, die ihren Wahlantritt befürworten. Es ist schlimm genug, daß Unterstützer im Internetzeitalter zu diesem Zwecke auf das Einwohnermeldeamt ihres Wohnortes gehen  und dort vor einem Beamten das bereits aufgefüllte Unterstützungsformular unterzeichnen müssen. Abgesehen davon, daß dies für die meisten Berufstätigen ein - vom zeitlichen Aspekt betrachtet - schier unmögliches Unterfangen ist, so ist es zudem unzumutbar, daß keinerlei Anonymität gewahrt ist. Ein Unterstützer muß seinen politischen Willen vor dem Beamten deklarieren, was gerade in kleinen Gemeinden viele Menschen davon abhält überhaupt eine Unterstützung abzugeben. Das gleicht fast schon einem Mißbrauch des Wahlgeheimnisses.

Etliche Male sagten Bekannte und Verwandte nun schon zu mir: "Ich würd ja gern, aber...
...ich will mich nicht outen."
...du weißt schon, wegen der anstehenden Baugenehmigung, da trau ich mich nicht."
...meine Tante ist bei der ÖVP und, wenn die das erfährt, dann gnademirgott."

Aber was mir erst durch den Beitrag eines Mitpiraten in unserem Forum klar wurde:
Es gibt offenbar Tiroler mit Mehrwert und Tiroler ohne Mehrwert. Eigenartig, nicht wahr?

Wieviele Unterstützungserklärungen muß man pro Bezirk sammeln? Und wieviele Einwohner haben die jeweiligen Bezirke? Hier die Details (Einwohnerzahlen vom 1.Jänner 2012)

Reutte:                 61 Unterstützer bei 31.738 Einwohnern
Innsbruck Land:   98 Unterstützer bei 167.339 Einwohnern.
Innsbruck:            77 Unterstützer bei 121.329 Einwohnern
Imst:                    79 Unterstützer bei 57.534 Einwohnern
Kitzbühel:            82 Unterstützer bei 61.966 Einwohnern
Kufstein:              86 Unterstützer bei 101.321 Einwohnern
Landeck:             90 Unterstützer bei 43.931 Einwohnern
Osttirol:               76 Unterstützer bei 49.568 Einwohnern
Schwaz:               83 Unterstützer bei 79.511 Einwohnern

Die Zahl der Unterstützungserklärungen orientiert sich offenbar an der "Wahlzahl" des jeweiligen Bezirkes bei der letzten Landtagswahl.
Dadurch ergibt sich eine komplett eigentümliche Gewichtung der Unterstützungserklärungen:
Im Bezirk Innsbruck mit 121.329 Einwohnern müssen 77 Unterstützungen gesammelt werden, im Bezirk Imst müssen bei 57.534 Einwohnern 79 Unterstützungen ergattert werden. Das ist komisch, selbst dann, wenn man einkalkuliert, daß vermutlich in Innsbruck aufgrund der vielen auswärtigen Studenten im Verhältnis (prozentual bezogen auf die Einwohnerzahl) weniger Wahlberechtigte wie im Bezirk Imst beheimatet sind...

Bei der Landtagswahl 2008 wurden auf Innsbruck 6 Mandate vergeben, auf Imst nur 3, also halb soviele wie auf die Landeshauptstadt.. Wäre es dann nicht rechnerisch auch sinnvoll, wenn in Imst nur halb soviele Unterstützungen gesammelt werden müssen wie in Innsbruck?
Wäre es nicht sinnvoller, wenn die Zahl der Unterstützungserklärungen sich an der Zahl der Einwohner orientiert, ähnlich wie die Zahl der Mandate?

Eine weitere Eigentümlichkeit der Tiroler Landtagswahlen, das ist die 5%-Klausel. Eine Partei muß 5% der Stimmen erzielen um ein Mandat zu erreichen, d.h. das wäre 1/20 der Stimmen. Etwas wunderlich, wenn man beachtet, daß der Landtag 36 Abgeordnete hat...eigentlich müßte doch 1/36 der Stimmen ausreichen um ein Mandat zu erzielen. Es scheint also, als ob das erste Mandat, das eine Partei erzielen möchte, ein schwerer erkämpftes Mandat ist als alle weiteren Mandate, die sie vielleicht erreichen kann.
Solche Sperrklauseln verstoßen in Deutschland bei Europaratswahlen übrigens gegen das Grundgesetz, in Österreich gehört das offenbar zum Demokratieverständnis der etablierten Politik dazu.

Bei der letzten Wahl gab es insgesamt  520.527 Wahlberechtigte...wenn´s um Unterstützungserklärungen geht sind sie aber offenbar nicht alle gleich viel wert. Ich frage mich, wie lange dieser undemokratische Zustand in Tirol und ganz Österreich noch haltbar ist.


Autorin: Irene Labner
Bildquelle: wikipedia

Für Unterstützer zur Info:
Der Link zum Unterstützungsformular:  http://www.piratenpartei-tirol.org/Unterstuetzungserklaerung.pdf
Bitte senden an Piraten Partei Tirol, Obexerstrasse 5a, 6080 Igls

Freitag, 11. Januar 2013

An Herrn Rudi Federspiel...

In der heutigen  Kronenzeitung (11.01.2013) lädt Rudi Federspiel, seines Zeichens heimgekehrter FPÖ-Landtagslistenkandidat, die Spitzenkandidaten aller Parteien, die zur Landtagswahl kandidieren, zu einer Exkursion in die Innsbrucker Bogenmeile ein.

Lieber Herr Federspiel!

Gerne nehme ich Ihre Einladung zum Besuch der Bogenmeile an. Ich war zwar selbst gerade erst vergangene Woche dort um ein paar nette Lokale abzuklappern.
Ein Drogenbunker ist mir allerdings nicht untergekommen. Macht aber nichts - ich werde Sie dennoch gerne bei ihrem Ausflug begleiten, denn es soll ja Leute geben, die sich nachts dort alleine fürchten. Mit einer tapferen Frau an Ihrer Seite wird Ihnen aber nichts geschehen, das verspreche ich Ihnen. Bitte teilen Sie mir früh genug mit, wann Sie losziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Irene Labner, Piraten Partei Tirol

Dienstag, 8. Januar 2013

Zur Lage der Kinderbetreuung in Tirol

Die TT hat gestern einen Artikel online gestellt, laut dem in einer Umfrage 500 Befragte Auskunft gaben, ob es in Tirol ausreichend Kinderbetreuungsplätze gibt. Laut betreffender Umfrage waren etwa die Hälfte der Leute zufrieden mit der Kinderbetreuung - ich sehe das kritisch. Ich habe selbst mit vielen anderen Müttern und Vätern gesprochen, die ähnlich wie ich nicht immer einen Kinderbetreuungsplatz am eigenen Wohnort gefunden haben.

16 Prozent von 500 befragten Tirolern sagen, dass das Angebot für Kinderbetreuung „auf jeden Fall ausreichend“ ist. 31 Prozent empfinden es „für eher schon ausreichend“. Hingegen sagen 24 Prozent, das Angebot sei „weniger ausreichend“. 12 Prozent sagen, die Plätze reichen nicht aus. Der Rest macht keine Angabe. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die Karmasin-Motivforschung im Auftrag der TT Mitte Dezember gemacht hat. Die Schwankungsbreite beträgt +/- 4,5 Prozent.( http://www.tt.com/%C3%9Cberblick/Politik/PolitikTirol/5940290-6/knapp-die-h%C3%A4lfte-ist-mit-dem-angebot-zufrieden.csp )
Das Problem solcher Umfragen ist, daß sie selten auf ein Publikum zugeschnitten sind, das gerade direkt betroffen ist, d.h. vermutlich ist nur ein Teil der Befragten zum Umfragezeitpunkt in der Situation, sich als berufstätige Eltern um Kinderbetreuungsplätze kümmern zu müssen. Zudem würde es wohl auch ein anderes Ergebnis erbringen, wenn man die Leute am Land befragt und als Vergleichsgruppe jene in der Stadt. In der Stadt gibt es durchaus bessere Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen als etwa am Land - am Land sind Kinderbetreuungsplätze für Kleinkinder bis 3 Jahre, sowie Ganztages- und Ganzjahresbetreuungsplätze noch nicht so weit verbreitet. Genau aus diesem Grund melden beispielsweise viele Pendler ihre Kindergartenkinder dann in IBK an, wo sie ihren Arbeitsplatz haben - diese Plätze sind für Nichtinnsbrucker sehr teuer, da müssen die Eltern sehr tief in die Geldbörse fassen für einen Ganztageskindergartenplatz.

Ich finde, es muß auf jeden Fall von seiten der Politik noch genauer evaluiert werden, wo noch Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen vorhanden ist. Immerhin kann es sich kaum ein Elternteil leisten zuhause zu bleiben angesichts der hohen Lebenserhaltungskosten in Tirol. Und es ist in der Praxis einfach auch nicht zumutbar, daß man die Kinder in andere Orte bringen und eine Art "Auswärtigensteuer" bezahlen muß, weil man selbst nicht dort wohnt.

Autorin: Irene Labner
Bildquelle: wikipedia

Montag, 17. Dezember 2012

Unsere Ideen für den Landtag



1. GLÄSERNES LANDHAUS: Für Transparenz im Landhaus! Alle Ausschüsse sind öffentlich zu halten um eine Teilhabe der Bürger zu gewährleisten.

2. VOLKSABSTIMMUNGEN IN TIROL: Für eine Einführung einer neuen Form von Volksbegehren/Volksentscheid auf Landesebene, sowie Bürgerbegehren/Bürgerentscheid auf kommunaler Ebene. Wir stehen ein für Gewaltentrennung und gegen Parteienmonopole!

3. NACHHALTIGE ENERGIEWIRTSCHAFT: Wasserwirbelkleinkraftwerke, Erdwärme, Wind- und Solarenergie, sowie alle weiteren Technologien, die der umweltschonenden Gewinnung erneuerbarer Energie dienen, müssen stärker gefördert werden.

4. FAIRES WOHNEN: Für eine landesweite Vereinheitlichung der Kriterien für Wohnungsvergabe und Mietkostenzuschüsse. Transparenz und Fairness bei Betriebskostenabrechnungen müssen gewahrt sein.

5. LEISTBARER WOHNRAUM: Leistbares Wohnen durch kreative Wohnprojekte unterstützen, wie z.B. durch Mehrgenerationen-Wohnprojekte, Schaffung von Transitarbeitsplätzen in der sozialen Wohnraumsanierung,...

6. ORTSBILDSCHUTZ LOCKERN: Individuelles, nachhaltiges Bauen nicht nur für Privilegierte. Wir leben in Tirol, nicht im Museum.

7. FREUNDERLWIRTSCHAFT ABSCHAFFEN: Gegen den Proporz bei der Bestellung von Posten in der öffentlichen Verwaltung.

8. ANONYME BEWERBUNGEN: Für absolute Gleichberechtigung und Jobvergabe an die Qualifiziertesten! Anonyme Bewerbungen bei allen Betrieben und Institutionen, die zu mindestens 25% im Wirkungsbereich des Landes Tirol stehen.

9. MANDATSHORTUNG UNTERBINDEN: Für eine Unvereinbarkeit von mehreren Mandaten auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene. Gegen das Sammeln und Horten von Mandaten und die daraus resultierende Machtanhäufung.

10. REGIONALITÄT FÖRDERN: Für eine Förderung von heimischer Nahversorgung und Direktvermarktung - dadurch gewinnen Produzenten, Konsumenten und auch die Umwelt. Für eine Wirtschaft der kurzen Wege!

11. OPFERSCHUTZ STÄRKEN: Für eine Einhaltung der Entschädigungszahlungen der Landesregierung an die Opfer von Missbrauch und Ausbeutung. Erarbeitung von vorbeugenden Kontrollmechanismen gegen Missbrauch und Ausbeutung von Schutzbefohlenen in Landeseinrichtungen und allen weiteren Pflegestellen.

12. TRANSIT EINDÄMMEN: Fritz Gurgiser und die Grünen haben schon gute Vorarbeit im Kampf gegen den Transit geleistet. Die Probleme, die der Transit mit sich bringt, lassen sich nur durch ein Miteinander anpacken und lösen – wir Piraten bringen uns hier gerne konstruktiv mit ein.


Sonntag, 9. Dezember 2012

Leinen los, Segel hissen und Kurs setzen aufs Landhaus!


Heute haben wir in unserer außerordentlichen Generalversammlung die ersten 5 Listenplätze für die Landtagswahl in Tirol 2013 mittels Schulze-Wahlmodus bestimmt.
1. Irene Labner
2. Armin Tuscher
3. Daniel Hunger
4. Markus Monitzer
5. Verena Meran
(Verena Meran mußte leider arbeiten und konnte nicht selbst anwesend sein, daher fehlt sie auch am Foto)

Zentrale Forderungen für die Verbesserung der Tiroler Politik, sind einerseits "Transparenz im Landhaus" und Schluß mit der Freunderlwirtschaft. Darüber hinaus wollen wir die Einführung einer neuen Form von Volksbegehren und Volksentscheiden, sowohl auf kommunaler Ebene als auch auf Landesebene, umsetzen. Doch das ist noch nicht alles. Insgesamt haben wir 12 ganz konkrete Ideen ausgearbeitet, die wir in der Tiroler Politik einbringen möchten. Diese präsentieren wir euch in den nächsten Tagen.


Montag, 1. Oktober 2012

Häuptling Günther, der Adressen-Schieber

Günther, der Landeshäuptling des Eilandes Tirol, kennt keinen Genierer.
dietiwag.org berichtete kürzlich ausführlich darüber, daß Landeshäuptling Günther bereits im März 2012 die von der Internetverwaltungsorganisation ICANN freigegebene Lizenz für die Super-Domain-Adresse .tirol an die "punkt Tirol GmbH", einer Tochterfirma der Moser Holding (TT, Bezirksblätter, etc.), weitervermittelt.

Häuptling Günther hatte dazu keinen Beschluß der Landtages eingeholt. Aber vor dem Wahlkampf im kommenden Jahr versucht Häuptling Günther sich wohl mit den beherrschenden Lokalmedien gut zu stellen. Gescheiter wäre es gewesen, wenn sich das Land Tirol die Rechte gesichert hätte und die Nutzung der .tirol-Adressen dann kostenlos oder gegen geringen Obulus einheimischen Homepageinhabern, Firmen und Sozialeinrichtungen zur Verfügung gestellt hätte.

Bereits im Juni  war die Lizenz für die Domainendung .tirol  für die punkt Tirol GmbH reserviert:

TIROL punkt Tirol GmbH AT Yes Yes Mr. Bernhard Greil bernhard.greil@tirol.com 1-1703-3426
http://newgtlds.icann.org/en/program-status/application-results/strings-1200utc-13jun12-en

Im Herbst 2011 hatten noch diverse Tourismusregionen noch starke Hoffnung die teure Top Level Domain .tirol für sich zu lukrieren und zu vermarkten, so zumindest der Tenor in den technology news von futurezone. Den großen Reibach macht aber nun wohl nur mehr die Moser Holding damit.

Für uns Piraten wäre es widersinnig hier etwas anderes als Eigeninteresse des Landeshäuptlings und der Moser Holding hinein zu interpretieren. Die Tiroler Bevölkerung wurde hier klar ausgebootet, da die Domains nun nur mehr über die punkt Tirol GmbH vertrieben werden - das riecht ein wenig nach einer über unseriöse Vorgehensweisen erworben Monopolstellung.
Wir hoffen zumindest, daß die punkt Tirol GmbH dem Land Tirol dann zumindest die versprochenen Beteiligungen zukommen läßt:
Herbert Forster, Büroleiter des Landeshauptmann erklärt dazu: “Es ist richtig, dass Landeshauptmann Platter eine entsprechende Unterstützungserklärung abgegeben hat. Im Gegenzug hat die punkt Tirol GmbH dem Land Tirol od. einer Tochtergesellschaft eine Beteiligungsoption eingeräumt. Diese Option wurde bislang nicht gezogen, das entsprechende Verfahren bei ICANN läuft derzeit.”
http://www.dolomitenstadt.at/2012/09/26/medienwirbel-um-platters-lobbying-fur-die-tt/
Ich finde ja, die Erlöse dieser Beteiligung sollten dann Projekten zukommen, die Menschen bei der Handhabung des Internets unterstützen (z.B. Computer-/Internetkurse für Senioren, Förderung freizugänglicher  Gratis-Internetterminals in öffentlichen Einrichtungen usw.). Künftig sollen alle Menschen Zugang zum Internet bekommen und auch direktdemokratische Abstimmungstools für eine Politik der Zukunft nutzen können.

Autorin: Irene Labner
Bildquelle: Landkarte Tirols um 1613, NYPL 



Dienstag, 18. September 2012

Von Plagiaten und Hobbyseglern...

 Die Piraten sind offensichtlich ein zugkräftiges Label geworden. Es scheint, daß wir offensichtlich richtig gut sind, denn wir Piraten finden überregional bereits viele Nachahmer.
Eine Kopie ist dennoch nur eine Kopie und niemals das Original. Auch der Inhalt der Plagiate bestätigt, daß man es nur mit einer Mogelpackung zu tun hat, denn das Original ist einfach zu erkennen:

Piraten, das Original - wo Basisdemokratie draufsteht, da ist auch Basisdemokratie drinnen!

In Graz gibt es seit kurzem die "Black Pirates", die "Copy- and Paste-Klabautermänner" der ÖVP.






Am lustigsten ist ja ihre Selbstbeschreibung: > > Wir sind ein lebendiger Organismus, der sich immer wieder erneuert, mit dem Fluss der Zeit fließt, aber ebenso gerne auch gegen den Strom schwimmt.

Geht´s vielleicht noch kitschiger? Weniger kitschig und auch gar nicht amüsant ist, daß die Schwarzen Piraten mindestens 16 Domains gegrabbt haben, die im Wortlaut "Graz" und "Piraten" tragen - hier stellt sich die Frage, ob nicht womöglich Parteienförderungen (immerhin sind das Steuergelder!) für diese irreführende ÖVP-Piratenkiste verwendet wurden. Fakt ist jedenfalls: angesichts der vielen Korruptionsfälle, in welche ÖVP-Politiker verwickelt waren und sind, da könnte man fast annehmen, daß sich die Black Pirates weniger an der Internationalen Piratenbewegung orientieren, sondern vielmehr an jenen Seeräubern am Horn von Afrika. Und mal ehrlich: können Sie, lieber Leser, sich vorstellen, daß bei den Black Pirates tatsächlich Basisdemokratie drinnen steckt...bei einer ÖVP-Gruppierung? Haben wir es hier mit Wählertäuschung zu tun? Schwarze Takelage bringt aber ohnehin Unglück...

Leider sind aber auch die Tiroler Piraten der PPT nicht vor Plagiatoren und Kopierern sicher.
Gemeinderat Ofer hat seiner neuen Gruppierung ja den Namen "Inn Piraten" verliehen, doch weshalb überhaupt? Das ergibt ja keinen Sinn, den Wählern vorzugaukeln, man wäre eine Piratenpartei in der Tradition der Internationalen Piratenbewegung, wenn man so wie Ofer konstatiert, daß man Schluss mit „dem basisdemokratischen Geplänkel“ macht...
Aber nicht nur Ofer, sondern auch die Grünen liebäugeln mit dem Piratenlabel - im Innsbrucker Gemeinderatswahlkampf 2012 meinten sie ja auch, sie wären ja eigentlich die wahren Piraten (vermutlich, weil sie immer so brav bloggen und das ist ja "Netzpolitik"). Nach dem 3,8%-Wahlerfolg der Piraten in Innsbruck da hatte Peter Pilz sogar die Idee, sich die Piraten doch überhaupt gleich einzuverleiben und sie auf grünen Wahllisten kandidieren zu lassen.

Rick Falkvinge, der Gründer der Piraten, sagt im Interview mit dem Falter (Ausgabe 37/12) auf die Frage, ob die Piratenbewegung wohl keine Eintagsfliege sei:
Das ist wie bei den Grünen. Da gibt es zwei Szenarien: Wenn die Parteien unsere Bewegung weiterhin ignorieren, weiterhin schmähen, werden wir weiterwachsen und in Europa und Lateinamerika politische Mandate hinzugewinnen. Oder die Parteien werden unsere Plattformen absorbieren. In beiden Fällen gewinnen wir. Entweder sitzen wir im Parlament oder unsere Perspektive fließt dort ein.
Falkvinge spricht hier aus, was wir alle seit den Erfolgen der Piraten bemerken: Direkte Demokratie ist  in aller Munde.
Nur gute Produkte werden kopiert. Es ist schön, daß auch andere Fraktionen die Direkte Demokratie fördern möchten, aber dazu muß man sich doch nicht das Piratenmäntelchen umhängen. Gerade der ÖVP steht diese Verkleidung nämlich gar nicht...
Wenn das so weitergeht, dann wird der Wahlzettel für die Landtagswahl in Tirol 2013 wohl so aussehen:



































Autorin: Irene Labner
Bildquellen: H.Danzinger per Twitter; Armin Wolf per Twitter, Bernd Lunzen per Facebook