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Freitag, 14. Juni 2013

Der Meinungstrojaner

Kaum jemand startet heutzutage seinen Computer ohne Virenschutz und das ist auch gut so.
Abseits der digitalen Welt ist dieses Sicherheitsbewusstsein deutlich schlechter ausgeprägt.

Die Folgen sind fatal. Hauptsächlich über Radio, Fernsehen und Printmedien breiten sich Schädlinge ungehindert aus und verrichten nahezu ungehindert ihr Werk.

Analoge Trojaner beispielsweise täuschen dabei, wie ihre digitalen Gegenparts, Nützlichkeit vor, um im Hintergrund ihre Schadroutine auszuführen.

Ein besonders verbreiteter Vertreter dieser Gattung, der Meinungstrojaner, wurde gerade am 13.6.2013 wieder in der Tiroler Tageszeitung gesichtet.


Passend zu den Enthüllungen über das amerikanische Spionageprogramm PRISM demonstriert ein heimischer IT-Experte wie verhältnismäßig leicht etwa in fremden WLAN-Netzen Passwörter komprimiert werden können und etwa der Facebook-Account eines ahnungslosen Users missbraucht werden kann. Auch mögliche Abwehrmaßnahmen werden vorgestellt, wenn auch mit der Einschränkung, dass diese wohl nur gegen kleine Datenpiraten nützen werden.
Soweit so gut und so nützlich.

Aber bereits bevor Sie den Artikel auch nur angefangen haben zu lesen, hat der Meinungstrojaner bereits zugeschlagen.

Schon der Titel „Die Datenpiraten austricksen“ in Verbindung mit dem Bild des mit Augenklappe und Messer zwischen den Zähnen bewehrten Laptopnutzers lenkt ihre Gedanken unbewusst in die Richtung aus der Ihnen angeblich Gefahr droht, den Hackern, den Nerds, den Piraten.
Schön plastisch wird auch vorgeführt, wie von finsteren Typen auch Ihr Facebook-Account geknackt werden und Ihre beruflichen Mails gelesen werden könnten und schon gerät der Umstand langsam in Vergessenheit, dass es nicht um einzelne Accounts geht, sondern um potentiell alle und dass nicht zwielichtige Gestalten sich Zugang verschafft haben, sondern Regierungsbeamte mit Billigung der Regierung..

Vergessen, also das Gehirn löschen oder die gespeicherten Daten verändern, das ist die Schadroutine des Meinungstrojaners und die funktioniert auch. Über das angebliche Sexualverhalten von Julian Assange weiß wahrscheinlich noch jedEr Bescheid, aber was wurde eigentlich damals geleakt?

Die Offshore Leaks sind auch relativ rasch aus dem Fokus gerutscht, nachdem wenig später „Liberty Reserve“ dicht gemacht und zum größten Geldwäschefall aller Zeiten hochstilisiert wurde.

Glücklicherweise steht man dem nicht hilflos gegenüber. Die „Antivirensoftware“ heißt aufmerksam bleiben und kritisch denken.

Bei der Installationen hilft Ihnen die Piratenpartei.

P.S,.
Der grimmige Pirat, der den Artikel ziert ist übrigens nicht der heimische IT-Experte sondern das Standardphoto für solche Artikel
http://pir.at/18oc (siehe oben)

Gastautor: Wolfgang Samsinger


Freitag, 22. Februar 2013

Internationaler Tag der Privatsphäre

Der morgige 23.02.2013 wurde von Anonymous zum "Internationalen Tag der Privatsphäre" ausgerufen.
Sowohl in Österreich, als auch in vielen anderen Ländern, werden daher diverse Aktionen stattfinden, die sich gegen Zensur und Überwachung richten.

Für die Piraten stellt dieser Aktionstag einmal mehr eine Ermahnung an die eigenen Grundwerte und Kerninhalte dar.
In den Grundsätzen der Piraten Partei Tirol erinnern wir daran, daß der Schutz der Privatsphäre gewahrt sein muß.
Die Daten der Bürger müssen vor präventivem Zugriff von Behörden und vor gewerblichen Nutzern geschützt werden.

Wir stehen ein gegen die Vorratsdatenspeicherung und gegen andere präventive Überwachungsmaßnahmen wie z.B. das Projekt INDECT.

Artikel 1 der Prinzipien der Piraten Parteien International besagt:
  1. Defend the freedom of expression, communication, education; respect the privacy of citizens and civil rights in general.
 In diesem Sinne finden sich rund um den Globus immer mehr Menschen in der Piratenbewegung ein. Wir sagen Nein zu Orwell´s Vision von "1984"! Wir möchten nicht im Überwachungsstaat leben!

Autorin: Irene Labner
Bildquelle: Anonymous