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Donnerstag, 4. Juli 2013

Politiker, die Handlanger der Wirtschaft



Unsere Politiker vertreten schon sehr lange nicht mehr die Interessen des Volkes, sondern sind nur noch willige Handlanger der Wirtschaft und der Finanzwelt. Das bedeutet mitunter sinnlose Subventionen , Verordnungen und Gesetzen die nur noch den Interessen der Wirtschaft dienen. Man könnte manchmal meinen, man lebt bei den Schildbürgern, welche versuchen, das Sonnenlicht in Säcken ins Haus zu tragen.
Nehmen wir zum Beispiel die Subventionen der Transportwirtschaft her und hinterfragen wir: 

Ist es klug Kartoffeln von Deutschland nach Italien zu karren um dort die Kartoffeln zu waschen oder sie zu Pommes zu schneiden, und dann wieder nach Deutschland zurück zu transportieren? Wie sinnvoll ist es 5 mm Stahldraht durch halb Europa zu fahren um ihn in einem anderen Land auf 3mm zu walzen? Weshalb muss man Nordseekrabben von Deutschland nach Marokko transportieren, ihnen dort die Schale entfernen und sie dann wieder 3000 Kilometer zurück nach Deutschland bringen? Diese Beispiele lassen sich endlos fortführen und billigere Löhne sind nicht unbedingt der Grund, weshalb Güter für eine Verarbeitungsphase ans andere Ende Europas gebracht werden .
Diese ganzen Verarbeitungsstufen könnten genauso im Ursprungsland durchgeführt werden, selbst, wenn dort das Lohnniveau ein wenig höher ist. Immerhin würde es Arbeitsplätze generieren, wenn man Produkte im Ursprungsland fertig verarbeitet. Die Löhne sichern den Menschen die Kaufkraft, was wiederum dazu führt, dass Steuern in die Staatskassen fließen.
Derzeit profitiert primär die Transportlobby von komplizierten Produktionsabläufen in der EU (und weltweit). Für die Umwelt sind die vielen unnötigen Fahrten jedenfalls Gift, ebenso für die Gesundheit von Mensch und Tier.

Die neueste Idee mit der Saatgutverordnung, welche die Artenvielfalt über kurz oder lang zerstören würde, ist ebenso ein völliger Griff ins Klo. Wieder würden einige wenige internationale Konzerne (wie z.B. Monsanto) unendlich viel Profit einstreichen , die Landwirtschaft knebeln und Bauern zwingen nur noch die Produkte dieser Firmen zu kaufen und zu kultivieren. Wenn die Bauern schließlich sogar gentechnisch verändertes Saatgut anbauen, dann sind zudem ernste Folgen für Umwelt, Tiere und Menschen zu erwarten.

Nächstes Beispiel die Gesetze zum Urheberrecht – Filesharing wird als Datenklau, und somit als Verbrechen, abgestempelt. Wenn Staaten jedoch den Bürgern ihre Daten klauen dann ist es offenbar legal, alles unter dem Mäntelchen der Terrorismusbekämpfung...

Denken die Regierungen die Bürger sind so verblödet, dass sie diese Dinge nicht mitbekommen und in Frage stellen?
Es ist an der Zeit diesen Umtrieben ein Ende zu setzen, sich dagegen zu wehren und zu protestieren.

Autor: Tiroler Pirat/ Irene L.

 



Donnerstag, 30. Mai 2013

Von Pleitebanken und Politpleiten...


Die Unterwelt muss Pleite sein.

Von den größten Geldwäscheermittlungen aller Zeiten spricht beispielsweise der Standard am 28.5..

Die Rede ist von den Ermittlungen gegen das Internet-Bezahlsystem Liberty-Reserve die unter Federführung der USA in 17 Ländern geführt werden.
Diese gipfelten kürzlich in der Verhaftung der Gründer und der Sperre der Internetdomain

Auch sonst wird nicht mit reißerischen Floskeln und großen Zahlen gespart.
Die „Bank der Unterwelt“ wurde ausgehoben, über eine Million Kunden ließen 4,7 Milliarden aus angeblich kriminellen Machenschaften fließen.

Schlimm! Wirklich?

Allein die Staatshaftung für die -global betrachtet „Pimperlbank“- Hypo-Alpe-Adria macht mehr als das Doppelte aus und allein in der Bawag-Affäre wurde mehr als ein Drittel der kolportierten Summen in der Karibik versenkt.
Und uns wird jetzt eingeredet, dass ein Internetbezahlsystem das 4700,-- Euro Umsatz pro Kopf generiert das Finanznetzwerk der Kriminalität darstellt.

Es ist einfach wieder einmal ein Fall in dem die großen Drei „Drogen, Kinderporno und weltweiter Terror“ aus dem Schuhkarton gezaubert werden um eine Rechtfertigung für ein ungeheuerliches Vorgehen zu konstruieren.

Denn mit der Sperre der Domain durch die US-Behörden sind alle einbezahlten Guthaben weg.
Ganz egal ob jemand nur
- Banküberweisungsgebühren sparen
- Viagra ohne peinlichen Arztbesuch kaufen,
- oder einfach seine Ersparnisse vor Sparbuchplünderungen à la Zypern in Sicherheit
bringen wollte.

Mitgehangen – Mitgefangen, schuldig ohne Verfahren und Beweis.

Das ist zwar in keiner demokratischen Rechtsordnung verankert, aber egal. Wen interessiert das schon wenn Interessen der Finanzwirtschaft im Spiel sind.

Die Piraten haben sich noch keine endgültige Meinung zu alternativen Zahlungsmittel und -systemen gebildet. Es gibt allerdings Initiativen in Richtung einer Demokratisierung des Geldsystems.
Andere Ansätze von vornherein abzuwürgen war schon in den 30er Jahren beim Wörgler Freigeldexperiment ein Fehler.

Gastautor: Wolfgang Samsinger
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