Die erste von drei parlamentarischen Anfragen wurde inzwischen
beantwortet.
Die Innenministerin Mikl-Leitner beharrt weiterhin darauf,
daß die Einsatzkosten zur Gänze vom Steuerzahler getragen werden
sollen...wir sprechen hier von einer Summe von ca. 3,03 Millionen Euro:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/AB/AB_05137/imfname_452315.pdf
Die Links zu allen drei parlamentarischen Anfragen findet ihr hier: Die Sicherheitskosten der Bilderbergtagung
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Sonntag, 9. August 2015
Sonntag, 12. Juli 2015
Die Sicherheitskosten der Bilderbergtagung
Derzeit laufen gerade mehrere parlamentarische Anfragen zu der Bilderbergkonferenz in Tirol und den dadurch verursachten Sicherheitskosten.
Bislang beharrt das Innenministerium (als auch das Verteidigungsministerium) auf einer Kostenübernahme durch den Steuerzahler mit dem Argument, daß die Republik Österreich verpflichtet sei hochrangige Personen aus der internationalen Politik zu schützen.
Doch wie gestaltete sich die Kostengebahrung für Sicherheitseinsätze bei anderen Bilderbergkonferenzen der letzten Jahre? Blicken wir zurück...
Die Bilderbergkonferenz 2011 fand in St.Moritz in der Schweiz statt.
Die Zeitung Südostschweiz berichtete damals:
"Gemäss Regierungsrätin Janom Steiner wird sich der Veranstalter der Bilderberg-Konferenz mit einem namhaften Beitrag an den gesamten Sicherheitskosten beteiligen. «Der Betrag liegt um ein Mehrfaches über dem Betrag, den die öffentliche Hand zu tragen hat.»"
Eine Anfrage des Abgeordneten Dominique Baettig zur Bilderbergkonferenz vom Juni 2011 wurde zwar im Bundesrat entgegen genommen. Da der Abgeordnete Baettig allerdings einige Monate später aus dem Bundesrat ausgeschieden war, legte der Bundesrat auch die eingebrachten Fragestellungen im Dezember 2011 einfach ad acta. Insofern wurde bis heute nicht offengelegt, wie hoch die Sicherheitskosten in St. Moritz tatsächlich waren. Das einzige, das man mit Sicherheit weiß ist, dass Novartis-Boss und Konferenzorganisator Vasella der Kantonspolizei Graubünden seinen Helikopter zur Verfügung stellte, was eine Diskussion über eine schleichende Privatisierung der Polizei losgetreten hatte.
2012 tagten die Bilderberger in den USA, in Chantilly.
Während die Regierung des Bundesstaates Alberta zwar offenlegt welche Kosten für die zwei Delegierten durch die Teilnahme am Bilderbergtreffen anfielen, desto intransparenter ist die Situation um die Sicherheitskosten, die in Chantilly, Virginia, angefallen sind. Es scheint sogar so, als ob die Öffentlichkeit in den USA nicht einmal nach einer Offenlegung der Kosten gefragt hätte. Ist es etwa in den USA nicht üblich, daß Bürger die Verwendung ihrer Steuergelder kritisch hinterfragen?
2013 fand die Konferenz in Watford, England, statt. Hier gibt es unerwartet konkrete Zahlen.
Das Innenministerium hatte damals zugesagt Sicherheitskosten bis zu 1,7 Mio. Pfund zu übernehmen.
Die Polizeikosten beliefen sich damals unterm Strich dann doch nur auf etwa 990.000 Pfund.
462.000 Pfund wurden als Spende durch die Bilderberggruppe refundiert.
Die restlichen 528.000 musste die Hertfordshire Police letztlich aus Reserven, angelegt aus Steuergeldern der Bürger von Hertfordshire, tragen, weil das Innenministerium ein Übernahme der Restkosten verweigerte. Die Reserven wären eigentlich für andere Polizeiprojekte gedacht gewesen, wodurch der Hertfordshire Police ein großes Loch ins Budget gerissen wurde. vgl. Watford-Observer und The Argus.
2014 war Kopenhagen Schauplatz der Bilderbergkonferenz.
Es war leider unmöglich englisch- oder deutschsprachige Informationen über die Sicherheitskosten ausfindig zu machen. Auch in Dänemark scheint sich niemand Gedanken über die Verwendung von Steuergeldern zu machen, wobei man in diesem Falle ausdrücklich festhalten muss, daß der Polizeieinsatz in Dänemarks Hauptstadt im Vergleich zu den Aufwendungen in der Tiroler Provinz um ein Vielfaches kleiner ausfiel.
In Dänemark mussten nur wenige hundert Polizisten zur Sicherung der Konferenz anrücken, obwohl diese mitten im Zentrum Kopenhagens stattfand.
Liste der aktuell in Österreich laufenden parlamentarischen Anfragen:
Überwachungsgebühren für das "Bilderberg"-Treffen in Tirol (Peter Pilz, 8.Juni 2015)
Kosten Bilderberg-Treffen 2015 (Reinhard Eugen Bösch, 7.Juli 2015)
"Platzverbot bei Bilderbergtreffen" (Peter Pilz, 8.Juli 2015)
Wir bleiben gespannt, was die Beantwortung dieser drei umfangreichen Anfragen ergibt. Jede Anfrage muss übrigens binnen einer Zweimonatsfrist beantwortet werden.
Autorin: Irene Labner
Bislang beharrt das Innenministerium (als auch das Verteidigungsministerium) auf einer Kostenübernahme durch den Steuerzahler mit dem Argument, daß die Republik Österreich verpflichtet sei hochrangige Personen aus der internationalen Politik zu schützen.
Doch wie gestaltete sich die Kostengebahrung für Sicherheitseinsätze bei anderen Bilderbergkonferenzen der letzten Jahre? Blicken wir zurück...
Die Bilderbergkonferenz 2011 fand in St.Moritz in der Schweiz statt.
Die Zeitung Südostschweiz berichtete damals:
"Gemäss Regierungsrätin Janom Steiner wird sich der Veranstalter der Bilderberg-Konferenz mit einem namhaften Beitrag an den gesamten Sicherheitskosten beteiligen. «Der Betrag liegt um ein Mehrfaches über dem Betrag, den die öffentliche Hand zu tragen hat.»"
Eine Anfrage des Abgeordneten Dominique Baettig zur Bilderbergkonferenz vom Juni 2011 wurde zwar im Bundesrat entgegen genommen. Da der Abgeordnete Baettig allerdings einige Monate später aus dem Bundesrat ausgeschieden war, legte der Bundesrat auch die eingebrachten Fragestellungen im Dezember 2011 einfach ad acta. Insofern wurde bis heute nicht offengelegt, wie hoch die Sicherheitskosten in St. Moritz tatsächlich waren. Das einzige, das man mit Sicherheit weiß ist, dass Novartis-Boss und Konferenzorganisator Vasella der Kantonspolizei Graubünden seinen Helikopter zur Verfügung stellte, was eine Diskussion über eine schleichende Privatisierung der Polizei losgetreten hatte.
2012 tagten die Bilderberger in den USA, in Chantilly.
Während die Regierung des Bundesstaates Alberta zwar offenlegt welche Kosten für die zwei Delegierten durch die Teilnahme am Bilderbergtreffen anfielen, desto intransparenter ist die Situation um die Sicherheitskosten, die in Chantilly, Virginia, angefallen sind. Es scheint sogar so, als ob die Öffentlichkeit in den USA nicht einmal nach einer Offenlegung der Kosten gefragt hätte. Ist es etwa in den USA nicht üblich, daß Bürger die Verwendung ihrer Steuergelder kritisch hinterfragen?
2013 fand die Konferenz in Watford, England, statt. Hier gibt es unerwartet konkrete Zahlen.
Das Innenministerium hatte damals zugesagt Sicherheitskosten bis zu 1,7 Mio. Pfund zu übernehmen.
Die Polizeikosten beliefen sich damals unterm Strich dann doch nur auf etwa 990.000 Pfund.
462.000 Pfund wurden als Spende durch die Bilderberggruppe refundiert.
Die restlichen 528.000 musste die Hertfordshire Police letztlich aus Reserven, angelegt aus Steuergeldern der Bürger von Hertfordshire, tragen, weil das Innenministerium ein Übernahme der Restkosten verweigerte. Die Reserven wären eigentlich für andere Polizeiprojekte gedacht gewesen, wodurch der Hertfordshire Police ein großes Loch ins Budget gerissen wurde. vgl. Watford-Observer und The Argus.
2014 war Kopenhagen Schauplatz der Bilderbergkonferenz.
Es war leider unmöglich englisch- oder deutschsprachige Informationen über die Sicherheitskosten ausfindig zu machen. Auch in Dänemark scheint sich niemand Gedanken über die Verwendung von Steuergeldern zu machen, wobei man in diesem Falle ausdrücklich festhalten muss, daß der Polizeieinsatz in Dänemarks Hauptstadt im Vergleich zu den Aufwendungen in der Tiroler Provinz um ein Vielfaches kleiner ausfiel.
In Dänemark mussten nur wenige hundert Polizisten zur Sicherung der Konferenz anrücken, obwohl diese mitten im Zentrum Kopenhagens stattfand.
Liste der aktuell in Österreich laufenden parlamentarischen Anfragen:
Überwachungsgebühren für das "Bilderberg"-Treffen in Tirol (Peter Pilz, 8.Juni 2015)
Kosten Bilderberg-Treffen 2015 (Reinhard Eugen Bösch, 7.Juli 2015)
"Platzverbot bei Bilderbergtreffen" (Peter Pilz, 8.Juli 2015)
Wir bleiben gespannt, was die Beantwortung dieser drei umfangreichen Anfragen ergibt. Jede Anfrage muss übrigens binnen einer Zweimonatsfrist beantwortet werden.
Autorin: Irene Labner
Samstag, 13. Juni 2015
Überwachung vs. Datenschutz - eine Rede anläßlich der Bilderbergproteste 2015
Wie
oft und nach welchem System sich die Gedankenpolizei in jede
Privatleitung einschaltete, darüber ließ sich bloß spekulieren. Es
war sogar denkbar, dass sie ständig alle beobachtete. Sie konnte
sich jedenfalls jederzeit in jede Leitung einschalten.“
(George Orwell, 1984)
ÜBERWACHUNG
ÜBERWACHUNG
eines jeden Einzelnen von uns
Das
ist auch ein Thema bei Bilderberg.
Im
vergangenen Jahr stellten die Bilderberger auf ihrer Konferenz die
Frage, ob Privatsphäre überhaupt existiert.
Als
Referenten lud man den Ex-NSA-Chef
Keith Alexander,
sowie den Google-Boss
Eric Schmidt zur
Debatte ein. Was soll man davon halten, wenn Geheimdienstchefs und
die Bosse von weltweit datensammelnden Internetkonzernen über
Privatsphäre diskutieren, man jedoch keinen Datenschützer zur
Analyse der Thematik einlädt?
Man
ist offenbar gar nicht daran interessiert die Daten der Bürger zu
schützen, sondern man betrachtet die Daten, die jeder von uns im
Internet hinterläßt als Werkzeug zur Kontrolle der Bürger und als
Mittel für gezielte Marketingstrategien, die unser Kaufverhalten
analysieren und manipulieren.
Dank
der Leaks von Whistleblowern wie Edward Snowden wissen wir
heutzutage, daß tatsächlich jeder von uns heimlich von
Spionagediensten der Regierungen, insbesondere der NSA, überwacht
wird. Ein Großteil der Kommunikation, die wir im Internet abwickeln,
nimmt den Weg über die USA, wo sie durch die
Überwachungseinrichtungen der NSA läuft, weil die großen
Internetkonzerne wie Facebook, Twitter, Google, Amazon, sowie große
Kreditkartenanbieter und Bezahldienste wie paypal alle in den USA
beheimatet sind.
In
Bluffdale, Utah, hat die NSA ein riesiges Datenverarbeitungszentrum
erreichtet, das eine Speicherkapazität von einer QUADRILLION
Textseiten entspricht und im Bereich von Yotabytes liegt, einer zuvor
noch nicht dagewesenen Speicherkapazität.
Die
NSA verwendet Filterprogramme, die irrelevanten Datenverkehr
ausmustern – vom relevanten Datenverkehr kann die NSA auf
geschätzte ¾ zugreifen!
Nun
können wir also erahnen, was die NSA in ihrer Überwachungswut
macht, aber was ist mit Internetkonzernen, denen wir alle freiwillig
unsere Daten und Informationen servieren?
Die
Vision der Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin ist es, die Welt
lückenlos mit Internetzugängen zu versorgen. An sich ein hehres
Ziel, aber sie möchten auch jeden Menschen zum Datenlieferanten
machen, damit das Google-Netzwerk ständig wachsen kann. Google soll
eine künstliche Intelligenz werden, es soll künftig nicht nur Autos
steuern und Haushalte vollautomatisieren – es soll auch ein
Vorhersageinstrument sein und die Welt bis ins Detail vermessen und
dokumentieren. Google möchte, daß wir Googe-Brillen tragen um
jederzeit Daten in Google einzuspeisen. Ob wir dabei die Privatsphäre
einer abgefilmten Person verletzen, das interessiert Google nicht.
Bereits
heute weiß Google dank der Auswertung von Suchanfragen schneller
Bescheid über Grippeausbrüche in verschiedenen Regionen als die
Gesundheitsministerien der betroffenen Länder.
Google
stellt uns Emailadressen und Social Media Accounts zur Verfügung –
wir können Daten in die Google Cloud hochladen...Google saugt jedes
einzelne Datenbit begierig auf, doch all das hat einen Preis.
Google
bewirbt uns natürlich auch ganz personenbezogen – jede einzelne
Suchanfrage gibt Aufschluß über unsre Interessen und Bedürfnisse.
Dieses Wissen ist kostbar und Google läßt es sich für
Werbeanzeigen teuer bezahlen. Der Preis, den wir beim Nutzen von
Google-Diensten bezahlen ist unsere Privatsphäre.
Auf
der diesjährigen Bilderbergkonferenz nehmen gleich drei Vertreter
von Google
teil, nämlich Eric
Schmidt, Regina Dugan, Demis Hassabis.
Wen
wundert es dann, wenn auf der Bilderbergtagung folgende zwei Themen
erörtert werden:
ARTIFICIAL
INTELLIGENCE, also
künstliche Intelligenz
und
CYBERSECURITY
Weitere
illustere Gäste vervollständigen das Bild:
Zoe
Baird von der Markle
Foundation – diese
Firma arbeitet im National Security Bereich und überwacht
Telekommunikation.
Jim
Messina von der
Messina Group
– eine Firma, die von Obama im Wahlkampf gegründet wurde zu
Wahlkampfzwecken und die nun gezielt Social Media Aktivitäten der
Bürger beobachtet, analysiert und für Werbestrategien
weiterverwertet.
Vin
Weber, Mercury LLC –
ebenfalls eine Firma, die Social Media Kommunikation analysiert und
die Ergebnisse im Zuge on Werbekampagnen zur Meinungsmanipulation
weiterverkauft. Ein Slogan der Firma lautet: Engage, Influence,
Deliver!
Zuguterletzt
wäre da noch Joe
Kaeser von Siemens.
Siemens
liefert weltweit Abhörtechnik, nicht nur an den
BundesNachrichtenDienst, der seinerseits mit der NSA kollaboriert,
sondern auch an diktatorische Systeme.
Die
Spionagetechnik von Siemens dient der Überwachung jeglicher
Telekommunikation, was in der Praxis zu Verletzung der Privatsphäre
führt und in Händen diktatorischer Systeme sogar zu
Menschenrechtsverletzungen, Gefängnis und Folter.
Insofern:
BLEIBEN
WIR WACHSAM, was wir im Internet an Daten preisgeben.
BLEIBEN
WIR WACHSAM, was mit unseren Daten geschieht und wie sie genützt
werde.
BLEIBEN
WIR WACHSAM, daß man uns nicht manipuliert.
BLEIBEN
WIR WACHSAM, daß wir nicht bis zur Durchsichtigkeit gläsern werden.
Wir
sind Menschen, keine Nummern und keine Datenpakete.
Autorin: Irene Labner
Sonntag, 12. April 2015
Offener Brief an Dr. Rudolf Scholten, Veranstalter der Bilderbergkonferenz
Piraten Partei
Tirol
Scheuchenstuelgasse 11, 6020
Innsbruck
Fax: 01 34242
901012
www:
piratenpartei-tirol.org
E-Mail: koordination@piratenpartei-tirol.org
Mag. Irene Labner
Koordination der Piraten Partei Tirol
irene.labner@piratenpartei-tirol.at
irene.labner@piratenpartei-tirol.at
Mit der Bitte um Weiterleitung
an
Dr. Rudolf Scholten
Mitglied im Vorstand der
OeKB
Member of the Bilderberg Steering
Commitee
Betreff: Kosten für den Sicherheitsaufwand der
Exekutive im Rahmen der Bilderbergkonferenz in Telfs/Buchen im Juni
2015
Sehr geehrter Herr Dr. Rudolf
Scholten!
Ich habe vor geraumer Zeit an das österreichische
Innenministerium geschrieben, da ich mir eine Stellungnahme zur Aufschlüsselung
der Kosten für den Sicherheitsaufwand, der im Zuge der Bilderberg-Tagung in
Tirol anfällt, erhofft habe.
Sie können den Originaltext nachlesen unter: http://piratenparteitirol.blogspot.co.at/2015/02/offener-brief-innenministerin-mikl.html
Innenministerin Mikl-Leitner hat in
Pressegesprächen bereits darauf verwiesen, dass das Innenministerium die Kosten
für den Einsatz komplett zulasten der Steuerzahler tätigt. Aus einer Antwort des
Innenministeriums auf meine Anfrage geht hervor, daß man nicht daran denkt
seitens des Veranstalters (also des Bilderberg Steering Commitees) eine Gebühr für den
Einsatz einzuheben.
--> https://piraten.tirol-web.at/wp-content/uploads/2015/02/Erledigung_Sektion_II_Extern.pdf
--> https://piraten.tirol-web.at/wp-content/uploads/2015/02/Erledigung_Sektion_II_Extern.pdf
Als Jurist sind Sie sicher firm in der
Auslegung von Gesetzestexten, daher nehme ich an, dass Sie bei der
Interpretation des Sicherheitspolizeigesetzes zum selben Schluss kommen wie ich,
nämlich, daß ein Privatveranstalter gebührenpflichtig ist.
Das Sicherheitspolizeigesetz besagt:
Das Sicherheitspolizeigesetz besagt:
§5a. (1) Für besondere
Überwachungsdienste durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes, die auf
Grund der Verwaltungsvorschriften für Vorhaben mit Bescheid angeordnet oder
bewilligt werden, sind Überwachungsgebühren einzuheben, wenn es sich um die
Überwachung von Vorhaben handelt, die - wenn auch nur mittelbar -
Erwerbsinteressen dienen, oder um Vorhaben, für die die Zuseher oder Besucher
ein Entgelt zu entrichten haben oder die nicht jedermann zur Teilnahme
offenstehen.
Gemäß dem
Tiroler Veranstaltungsgesetz §18 muss ein Veranstalter bei Veranstaltungen mit
hohem Gefährdungspotenzial selbst für bestimmte Sicherheitsmassnahmen Sorge
tragen, u.a. heißt es
(2) Die Behörde hat zur Sicherung des ordnungsgemäßen Ablaufes einer
Veranstaltung mit Bescheid die Einrichtung eines nach den berufsrechtlichen
Vorschriften hierzu befugten Ordnerdienstes vorzuschreiben, wenn
…
| c) | die Art der Veranstaltung eine
erhebliche Gefährdung der Besucher erwarten
lässt. |
Nun - wir wissen, dass Bilderbergkonferenzen in der
Öffentlichkeit immer als Privatveranstaltungen deklariert werden, sie finden
unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und stehen nicht jedermann zur
Teilnahme offen.
Gemäß dem Tiroler Veranstaltungsgesetz kann Ihnen die Behörde daher vorschreiben, dass Sie als Veranstalter der Tagung für die Sicherheit Ihrer Gäste selbst Sorge tragen müssen, da die Behörde die Veranstaltung ansonsten untersagen muss. Wenn nach Einschätzung der Behörden das Gefährdungspotential für Ihre Gäste sogar so groß ist, dass sie Sicherungsvorkehrungen seitens der Polizei bedürfen, dann ist gemäss dem österreichischen Sicherheitspolizeigesetz vom Veranstalter eine Gebühr einzuheben.
Gemäß dem Tiroler Veranstaltungsgesetz kann Ihnen die Behörde daher vorschreiben, dass Sie als Veranstalter der Tagung für die Sicherheit Ihrer Gäste selbst Sorge tragen müssen, da die Behörde die Veranstaltung ansonsten untersagen muss. Wenn nach Einschätzung der Behörden das Gefährdungspotential für Ihre Gäste sogar so groß ist, dass sie Sicherungsvorkehrungen seitens der Polizei bedürfen, dann ist gemäss dem österreichischen Sicherheitspolizeigesetz vom Veranstalter eine Gebühr einzuheben.
Einsatzgebühren für Polizeikräfte werden in der
Sicherheitsgebührenverordnung festgehalten. https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10005982&ShowPrintPreview=True
§ 1. (1) Die
Überwachungsgebühr für Überwachungsdienste beträgt für ein Organ des
öffentlichen Sicherheitsdienstes (§ 5 Abs. 2 Z 1 bis 3 und 5 SPG) 17 Euro je
angefangene halbe Stunde, an Sonn- und Feiertagen sowie in der Zeit zwischen
22.00 und 6.00 Uhr 26 Euro je in dieser Zeit angefangene halbe
Stunde.
Bislang wird eine Zahl von bis zu 2000 österreichischen Polizisten für den Einsatz kolportiert. Es ist anzunehmen, daß diese mindestens 4 Tage im Schichtdienst Stellung rund im den Tagungsort beziehen müssen, davon ist zumindest ein Tag ein Sonntag bzw. fallen täglich auch zu bezahlende Nachtarbeitsstunden an.
Das bedeutet: ein einzelner Polizist kostet abseits
der Sonntags- und Nachtstunden 34 Euro pro Stunde, während der Sonntags- und
Nachtarbeitszeiten sogar 52 Euro. Die Kosten für die Errichtung von Absperrungen
sind hier noch nicht einmal berücksichtigt.
Für die Exekutive in ganz Österreich gilt aufgrund
des G7-Gipfels und der von Ihnen veranstalteten Bilderbergkonferenz wochenlang
Urlaubssperre. Die gesamte Bevölkerung der Region rund um Telfs, sowie auch die
Touristen, müssen aufgrund Ihrer Veranstaltung mit Personenkontrollen,
Verkehrsumleitungen und stundenlangen Staus rechnen. Und der Steuerzahler
wird dann dafür auch noch zur Kasse gebeten. So geht das nicht!
Wir fordern Sie daher auf, dass Sie als
Veranstalter bzw. das Steering Commitee der Bilderberg-Gruppe auch Ihren Anteil
für den Sicherheitsaufwand leisten, damit Sie geltendem österreichischem Recht,
also dem Sicherheitspolizeigesetz, Genüge tun und zeigen, dass die
Bilderberg-Gruppe nicht den einfachen Steuerzahlern auf der Tasche liegen
möchte.
Mit der Bitte um baldige Antwort und Darstellung
Ihres Blickwinkels,
Mag. Irene Labner
Anhang:
Österr. Sicherheitspolizeigesetz: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10005792
Tiroler Veranstaltungsgesetz: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrT&Gesetzesnummer=20000208
Österr. Sicherheitsgebührenverordnung: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10005982&ShowPrintPreview=True
Sonntag, 22. Februar 2015
Offener Brief an Innenministerin Mikl-Leitner betreffend die Einsatzkosten im Zuge der Bilderbergtagung in Tirol
Piraten
Partei Tirol
Scheuchenstuelgasse
11, 6020 Innsbruck
Fax:
01
34242 901012
www:
piratenpartei-tirol.org
E-Mail:
koordination@piratenpartei-tirol.org
|
Mag. Irene Labner
Koordination der Piraten Partei Tirol
Scheuchenstuelgasse 11
6020 Innsbruck
An das
Bundesministerium für Inneres
z.H. Frau Innenministerin Mag.
Mikl-Leitner
Herrengasse 7
1014 Wien
Betreff:
Bilderbergtagung Tirol 2015 – ein Einsatz zulasten der Steuerzahler
widerspricht dem Sicherheitspolizeigesetz und dem Tiroler
Veranstaltungsgesetz
Sehr geehrte Frau
Innenministerin!
Aus einem
Pressegespräch vom 15.Jänner 2015 geht hervor, dass während des
G7-Gipfels in Elmau (Bayern) und der Bilderbergtagung in Telfs/Buchen
(Tirol) umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen in Planung stehen.
Sie werden in einer
Aussendung auf der Seite des Innenministeriums zitiert: „"Die
Aufgabe der Polizei beim G7-Gipfel und bei der Bilderberg-Konferenz
ist der Schutz der Staatsgäste, hochrangiger Persönlichkeiten und
der Bevölkerung", ergänzte die Innenministerin.“1
Dies mutet
angesichts der Tatsache, dass alle SpitzenpolitikerInnen Österreichs
bislang auf parlamentarische Anfragen stets geantwortet haben, dass
ihre Teilnahme am Bilderbergtreffen rein privater Natur sei,
widersprüchlich an.. Die Bilderbergtagung wird auch vom
Organisationskomitee stets als Treffen rein privater Natur
beschrieben.
Die Tiroler
Tageszeitung zitiert: „Die Kosten für den Einsatz trägt der
Staat. Ein Kostenersatz sei nur bei Veranstaltungen vorgesehen, die
auf Gewinn ausgerichtet sind, heißt es im Innenministerium.“2
Dies stimmt
schlichtweg nicht.
Für die Piraten
Partei Tirol und andere Kritiker der Bilderbergtagung in Tirol ist
dies daher der falsche Ansatz, denn in diesen konkreten Falle
widerspricht die gänzliche Belastung des Steuerzahlers mit den
Einsatzkosten eindeutig dem österreichischen
Sicherheitspolizeigesetz, dessen §5a explizit besagt:
§5a. (1) Für
besondere Überwachungsdienste durch Organe des öffentlichen
Sicherheitsdienstes, die auf Grund der Verwaltungsvorschriften für
Vorhaben mit Bescheid angeordnet oder bewilligt werden, sind
Überwachungsgebühren einzuheben, wenn es sich um die Überwachung
von Vorhaben handelt, die - wenn auch nur mittelbar -
Erwerbsinteressen dienen, oder um Vorhaben, für die die Zuseher oder
Besucher ein Entgelt zu entrichten haben oder die nicht jedermann zur
Teilnahme offenstehen. 3
Abgesehen davon,
dass es reichlich fragwürdig ist, ob die Bilderbergtagung ohne
irgendwelche Erwerbsinteressen abgehalten wird, so sind in jedem
Fall Überwachungs- bzw. Einsatzgebühren vom Veranstalter
einzuheben, wenn es sich um eine Veranstaltung handelt, die nicht
jedermann zur Teilnahme offensteht.
Nun: Ich gehe davon
aus, dass ich nicht zur Bilderbergtagung eingelassen würde. Ebenso
nehme ich an, dass 8,5 Millionen weitere Österreicher und
Österreicherinnen ebenfalls von der Teilnahme an der
Bilderbergkonferenz ausgeschlossen sind.
Daher fordern wir
Sie auf, dass Sie die im Zuge der Bilderbergtagung anfallenden
Einsatz- und Überwachungskosten, ja sogar selbst die dafür nötigen
Vorarbeiten, dem Organisationskommitee der Bilderbergtagungen, hier
in Österreich vertreten durch Herrn Rudolf Scholten, in Rechnung
stellen!
Möglicherweise
argumentiert das Bundesinnenministerium aber auch so, dass §22(1)
zum Einsatz gelangt, der Menschen, die tatsächlich hilflos sind
und sich deshalb nicht selbst ausreichend vor gefährlichen Angriffen
zu schützen vermögen Unterstützung stellt.
Gemäß dem Tiroler
Veranstaltungsgesetz §18 4
muss ein Veranstalter bei Veranstaltungen mit hohem
Gefährdungspotenzial allerdings selbst für bestimmte Maßnahmen
Sorge tragen, u.a. heißt es
(2) Die
Behörde hat zur Sicherung des ordnungsgemäßen Ablaufes einer
Veranstaltung mit Bescheid die Einrichtung eines nach den
berufsrechtlichen Vorschriften hierzu befugten Ordnerdienstes
vorzuschreiben, wenn …
| c) | die Art der Veranstaltung eine erhebliche Gefährdung der Besucher erwarten lässt. |
Es stellt sich daher
die Frage, weshalb die Veranstalter der Bilderbergtagung nicht selbst
ausreichend Sicherheitspersonal für ihre Tagung beauftragen.
Im übrigen ist eine
Veranstaltung umgehend einzustellen und abzubrechen, wenn ein
Veranstalter nicht das nötige Sicherheitspersonal zur Gewährung der
Sicherheit seiner Gäste gestellt hat.
§26 des
Tiroler Veranstaltungsgesetz:
(1)Die
Überwachungsbehörde (§ 25 Abs. 2) hat die Veranstaltung sofort
einzustellen, wenn...
| 3. | ein nach § 8 Abs. 4 oder § 18 Abs. 2 vorgeschriebener Ordnerdienst nicht eingerichtet ist oder dieser seinen Aufgaben nicht ausreichend nachkommt, |
Die Piraten Partei
Tirol fordert daher, dass die Veranstalter der Bilderbergtagung
zuallererst selbst für adäquaten Schutz ihrer Privatveranstaltung
zu sorgen haben. Wenn sie dazu nicht in der Lage sind, so ist die
Veranstaltung entweder abzusagen, oder es sind zumindest die
Einsatzkosten, die dann für einen Einsatz der Exekutive anfallen,
dem Veranstalter in Rechnung zu stellen!
Auf der
Bilderbergtagung treffen sich bekanntlich keine armen Menschen,
sondern die Eliten aus Wirtschaft, Medienwesen und Politik. Wir gehen
daher davon aus, dass die Veranstalter sich die Kosten für den
Sicherheitsaufwand selbst leisten können.
Andernfalls ist die
Veranstaltung gemäß dem Tiroler Veranstaltungsgesetz zu untersagen.
Es ist abzuwägen,
ob eine Absage dieser Veranstaltung letztlich im Hinblick auf die
Wahrung der öffentlichen Sicherheit und die Gewährleistung
uneingeschränkter Verkehrswege nicht überhaupt die bessere
Alternative wäre.
Mit freundlichen
Grüßen
Mag. Irene Labner
Innsbruck,
am 22.02.2015
Freitag, 5. Dezember 2014
Bilderbergproteste 2015 - eine überparteiliche Plattform präsentiert sich
"Bilderbergproteste 2015" - unter diesem Schlagwort organisiert sich derzeit gerade eine überparteiliche Protestplattform, an der sich auch die Tiroler Piraten nebst vielen anderen Aktivisten beteiligen.
Zitat:
Zitat:
Die überparteiliche Bilderberg-Protestplattform präsentiert sich künftig in ihrem Infoblog unter http://bilderbergprotest2015.jimdo.com/"Wir möchten die Bevölkerung über die Bilderbergtagungen, insbesondere jene in Telfs/Buchen 2015, informieren.
Wir sind nicht einverstanden damit, dass wir Steuerzahler Sicherheitskosten in Millionenhöhe aufgrund dieser vermeintlich "privaten" Veranstaltung tragen müssen.
Wir fordern mehr Transparenz von den Verantwortlichen.Wir fordern den Gesetzgeber auf endlich klar festzuhalten, wie und ab welchem kostenmäßigen Rahmen sich eine illegale Geschenkannahme, z.B. durch Politiker, definiert."
Sonntag, 30. November 2014
Gemeinsam sind wir Meer - segeln wir darauf!
Gestern hielten wir Tiroler Piraten unsere jährliche Generalversammlung im Gasthaus Muskete ab.
Dabei erhielten wir Besuch aus Vorarlberg, der uns ganz besondes gefreut hat.
Nach einem Jahresrückblick durch die Koordinatoren und dem Bericht der Rechnungsprüfer schritten wir zu den Neuwahlen, die per Akzeptanz- bzw. Reihungswahl (gemäß der Schulze-Methode) durchgeführt wurden.
Für das kommende Jahr besteht das neue KoordinatorInnenTeam aus drei Personen (plus einem Nachrücker): Ruth Rath (Diplomkrankenschwester, Betriebsrätin), Irene Labner (Handelsangestellte), Wolfgang Samsinger(Systemadministrator), Nachrücker ist Dietmar Smolle (Angestellter).
Zur Schatzmeisterin wurde Irene Labner bestätigt, Daniel Hunger (Architekt) übernimmt wie bereits im Vorjahr die Schatzmeisterstellvertretung.
Besprochen wurden zudem zwei große Themenschwerpunkte, die uns derzeit sehr am Herzen liegen - zum einen die Bestrebungen im Parlament, die eine Unterstellung der Dampfzigaretten unter das Tabakmonopol vorsehen. Hier haben wir bereits eine Eingabe ans Parlament hinterlegt, wo wir uns gegen diese Regulierung verwehren.
Zum anderen beschäftigt uns derzeit auch das im Juni 2015 in Tirol anberaumte Treffen der Bilderberggruppe. Derzeit kooperieren wir mit anderen Kritikern in einer überparteilichen Protestgruppe, die sich derzeit gerade formiert um ihren Protest gegen das Treffen auszusprechen. Dabei distanzieren wir uns ganz dezitiert von dubiosen Verschörungstheorien und richten uns insbesondere gegen den intransparenten Charakter dieser Veranstaltung. Wir sind besorgt, wenn unsere Politiker an diesem Geheimtreffen teilnehmen, das ziemlich sicher weder einem globalen friedenspolitischen noch bürgerrechtlichem Aspekt dienlich ist.
Ein weiteres aktuelles Thema, das auf unserer Generalversammlung erörtert wurde, betraf den von den Piraten ausgeschlossenen Mandatar Alexander Ofer und seinen ebenfalls ausgeschlossenen Ersatzgemeinderat Heinrich Stemeseder. Nachdem die beiden nun unter dringendem Tatverdacht des geplanten Drogenhandels, sowie des gewerbsmäßigen Betruges stehen, fordern wir dringend ihren Rücktritt vom Gemeinderatsmandat in Innsbruck, das die Piraten Partei Tirol im Jahre 2012 errungen hatte. Das Mandat gehört endlich wieder in den Wirkungsbereich der Piraten Partei Tirol, welche seinerzeit den erfolgreichen Wahlkampf bestritten hat - Innsbruck benötigt aufrechte Piratenpolitik, keine Trittbrettfahrer, die der Legalisierungsbewegung, sowie der internationalen Piratenpolitik, dermassen großen Schaden zufügen.
Sonntag, 16. November 2014
Bilderberg 2015...wer trägt die Unterbringungskosten?
Die Tagung der Bilderberggruppe wird der Öffentlichkeit immer als Privatveranstaltung verkauft.
Man trifft sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Einhaltung der Chatham-Haus-Regeln im 5-Sterne-Hotel, um dort Anliegen von aktueller weltpolitischer und weltwirtschaftlicher Brisanz zu erörtern.
Die Bürger erfahren hinterher maximal eine grobe Auflistung an Themenbereichen, nicht jedoch Details zu den konkreten Diskussionsinhalten.
Es wird Zeit einmal zu analysieren, wer die Kosten für die Bilderbergeinladungen unserer Politiker bezahlt und, ob eine Einladung in ein Luxushotel als illegale Geschenkannahme zu bewerten ist oder nicht!
Der Ex-CDU-Abgeordnete Eckard von Klaeden beantwortet auf abgeordnetenwatch.de Fragen zu seiner Bilderbergteilnahme und notiert unter anderem:
"..Die mir entstandenen Kosten wurden vom Deutschen Bundestag übernommen..."
Dies steht im Kontrast zu den Aussagen von Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin, der immer darauf pocht, seine entstandenen Kosten selbst getragen zu haben.
Österreichs Bundeskanzler Faymann kontert die Anfragen seitens der FPÖ bezüglich seines Besuches der Bilderbergtagung in Griechenland 2009 folgendermassen:
"..Es hat mich kein Mitarbeiter des Kabinetts begleitet, sondern ich war wie stets entsprechend den Sicherheitsvorkehrungen von Sicherheitsbeamten begleitet. Diese haben am Treffen selbst nicht teilgenommen.." (Wer bezahlt die Sicherheitsbeamten?)
"Meine Reisekosten wurden nicht aus dem Budget des Bundeskanzleramtes getragen..."
(Und wer bezahlte Kost und Logis?)
Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hingegen konstatierte auf die Nachfrage bezüglich der angefallenen Kosten, daß der Flug 762,28 Euro gekostet habe und dies vom Bundeskanzleramt getragen wurde.
Im kommenden Juni findet die Bilderbergkonferenz im Interalpen-Hotel in Telfs/Buchen statt.
Von Anfang Mai bis Ende Juli kosten einfache Einzelzimmer ab 207 Euro/Nacht, eine Suite zwischen 680 und 1200 Euro pro Übernachtung. Die Bilderbergkonferenz dauert drei Tage (also mindestens 2 Übernachtungen).
Wenn es nun so ist, daß teilnehmende Politiker sich zwar die An- und Abreise in einigen Fällen selbst bezahlen, so bleibt dennoch die Frage, ob die Zimmer inklusive der Tagungseinladung auf Kosten der Bilderberggruppe verrechnet werden. Keiner der bislang befragten Politiker erwähnte, daß er sich die Tagungsteilnahme, sowie die Unterbringung und Verpflegung selbst bezahlt hat. Haben wir es hier mit Geschenkannahme zu tun?
Mit dem neuen Anti-Korruptions-Gesetz wurde Anfang 2008 in Österreich jede Geschenkannahme durch Beamte verboten; dies sollte "Anfüttern" unmöglich machen. Nach Protesten der Wirtschaft und von Veranstaltern von Kulturereignissen (wie etwa der Salzburger Festspiele) wurde die Regelung jedoch im Jahr 2009 wieder gelockert, was insbesondere im Zusammenhang mit der Telekom-Affäre und dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Klärung von Korruptionsvorwürfen als Rückschritt kritisiert wurde. (vgl. wikipedia)
Das Wirtschaftsblatt notiert dazu. "Klarheit versuchte Bernhard Weratschnig von der Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption zu vermitteln. Die Verwirrung rund um das Antikorruptionsgesetz sei den zahlreichen Änderungen des Gesetzes geschuldet. 2008,2009 und 2012 wurde es angepasst. Immerhin: "Grundsätzlich sind Geschenke, die einen Wert von unter 100 € aufweisen, unbedenklich.""
Und wie ist das überhaupt im Fall der Bilderbergtagung - dürfen Politiker Geschenke und Einladungen annehmen, wenn sie einfach nur behaupten, sie würden das als Privatperson und nicht als Funktionsträger tun? Irgendwie erinnert das an die Causa rund um die Jagdeinladungen von Mensdorff-Pouilly...
Wie erkennt man Anfütterung, illegale Geschenkannahme und Korruption? Darüber ist sich Österreich trotz der vielen bekannt gewordenen Korruptionsaffären immer noch nicht komplett einig.
Auf der offiziellen Seite der Bilderberggruppe heißt es:
"The expenses of maintaining the small secretariat of the Bilderberg meetings are covered wholly by private subscription. The hospitality costs of the annual meeting are the responsibility of the Steering Committee member(s) of the host country."
Die Kosten für die Gästebetreuung sind also in der Zuständigkeit der Mitglieder des Organisationskommittees des jeweiligen Gastlandes.
In Österreich wäre also dementsprechend Rudolf Scholten, Vorstandsmitglied der österreichischen Kontrollbank, für die Begleichung der Tagungskosten zuständig. Wie packt er das wohl an? Für die Tagungskosten und privates Sicherheitspersonal werden sich vielleicht Sponsoren aus Wirtschaft und Bankwesen finden, den großen Rest aber, nämlich die Kosten für die Sicherheitsmassnahmen durch die Exekutive, die trägt der Steuerzahler...aber das ist eine andere Geschichte.
Autorin: Irene L.
Man trifft sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Einhaltung der Chatham-Haus-Regeln im 5-Sterne-Hotel, um dort Anliegen von aktueller weltpolitischer und weltwirtschaftlicher Brisanz zu erörtern.
Die Bürger erfahren hinterher maximal eine grobe Auflistung an Themenbereichen, nicht jedoch Details zu den konkreten Diskussionsinhalten.
Es wird Zeit einmal zu analysieren, wer die Kosten für die Bilderbergeinladungen unserer Politiker bezahlt und, ob eine Einladung in ein Luxushotel als illegale Geschenkannahme zu bewerten ist oder nicht!
Der Ex-CDU-Abgeordnete Eckard von Klaeden beantwortet auf abgeordnetenwatch.de Fragen zu seiner Bilderbergteilnahme und notiert unter anderem:
"..Die mir entstandenen Kosten wurden vom Deutschen Bundestag übernommen..."
Dies steht im Kontrast zu den Aussagen von Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin, der immer darauf pocht, seine entstandenen Kosten selbst getragen zu haben.
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| http://www.soho.or.at/glbt/bilder/2008/09/wahl_08_faymann_innen_6_coe_big.jpg |
"..Es hat mich kein Mitarbeiter des Kabinetts begleitet, sondern ich war wie stets entsprechend den Sicherheitsvorkehrungen von Sicherheitsbeamten begleitet. Diese haben am Treffen selbst nicht teilgenommen.." (Wer bezahlt die Sicherheitsbeamten?)
"Meine Reisekosten wurden nicht aus dem Budget des Bundeskanzleramtes getragen..."
(Und wer bezahlte Kost und Logis?)
Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hingegen konstatierte auf die Nachfrage bezüglich der angefallenen Kosten, daß der Flug 762,28 Euro gekostet habe und dies vom Bundeskanzleramt getragen wurde.
Im kommenden Juni findet die Bilderbergkonferenz im Interalpen-Hotel in Telfs/Buchen statt.
Von Anfang Mai bis Ende Juli kosten einfache Einzelzimmer ab 207 Euro/Nacht, eine Suite zwischen 680 und 1200 Euro pro Übernachtung. Die Bilderbergkonferenz dauert drei Tage (also mindestens 2 Übernachtungen).
Wenn es nun so ist, daß teilnehmende Politiker sich zwar die An- und Abreise in einigen Fällen selbst bezahlen, so bleibt dennoch die Frage, ob die Zimmer inklusive der Tagungseinladung auf Kosten der Bilderberggruppe verrechnet werden. Keiner der bislang befragten Politiker erwähnte, daß er sich die Tagungsteilnahme, sowie die Unterbringung und Verpflegung selbst bezahlt hat. Haben wir es hier mit Geschenkannahme zu tun?
Mit dem neuen Anti-Korruptions-Gesetz wurde Anfang 2008 in Österreich jede Geschenkannahme durch Beamte verboten; dies sollte "Anfüttern" unmöglich machen. Nach Protesten der Wirtschaft und von Veranstaltern von Kulturereignissen (wie etwa der Salzburger Festspiele) wurde die Regelung jedoch im Jahr 2009 wieder gelockert, was insbesondere im Zusammenhang mit der Telekom-Affäre und dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Klärung von Korruptionsvorwürfen als Rückschritt kritisiert wurde. (vgl. wikipedia)
Das Wirtschaftsblatt notiert dazu. "Klarheit versuchte Bernhard Weratschnig von der Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption zu vermitteln. Die Verwirrung rund um das Antikorruptionsgesetz sei den zahlreichen Änderungen des Gesetzes geschuldet. 2008,2009 und 2012 wurde es angepasst. Immerhin: "Grundsätzlich sind Geschenke, die einen Wert von unter 100 € aufweisen, unbedenklich.""
Und wie ist das überhaupt im Fall der Bilderbergtagung - dürfen Politiker Geschenke und Einladungen annehmen, wenn sie einfach nur behaupten, sie würden das als Privatperson und nicht als Funktionsträger tun? Irgendwie erinnert das an die Causa rund um die Jagdeinladungen von Mensdorff-Pouilly...
Wie erkennt man Anfütterung, illegale Geschenkannahme und Korruption? Darüber ist sich Österreich trotz der vielen bekannt gewordenen Korruptionsaffären immer noch nicht komplett einig.
Auf der offiziellen Seite der Bilderberggruppe heißt es:
"The expenses of maintaining the small secretariat of the Bilderberg meetings are covered wholly by private subscription. The hospitality costs of the annual meeting are the responsibility of the Steering Committee member(s) of the host country."
Die Kosten für die Gästebetreuung sind also in der Zuständigkeit der Mitglieder des Organisationskommittees des jeweiligen Gastlandes.
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| (http://i1.ytimg.com/vi/MrPI8_ba8Yk/maxresdefault.jpg) |
Autorin: Irene L.
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