Es scheint, als ob mit dem Sommerloch schlagartig Windturbulenzen in die Segel der Piratenschiffe wehen.
Während auf den Onlinepräsenzen der Tiroler Piraten seit Beginn der Ferien die Aktivität sichtbar abgenommen hat und man offensichtlich chillt, so erhitzen sich hingegen im Wiener Forum gerade die Gemüter aufgrund eines Artikels im Standard:
- Briefe
Lange Zeit kommentierte der Standard die Piratenpartei Österreichs sehr wohlwollend - nun mit Einsetzen des Sommerloches wird die Gangart offensichtlich forscher. Die Journalistin Julia Herrnböck eröffnet einen ihrer Artikel sogar ganz provokant mit:
Rechte und Piraten: Zeit, erwachsen zu werden!
Das klingt nun alles sehr dramatisch. Die Leser denken sich nun womöglich, wir Piraten würden begeistert Wehrsportübungen im parteieigenen Schießverein machen.
Fakt ist jedoch: Frau Herrnböck verwertet Auszüge eines Smalltalk-Thread aus einem Parteiforum, das es schon seit Herbst 2011 nicht mehr gibt, weil es aufgrund technischer Probleme abgesoffen ist...stellt sich die Frage, weshalb der Standard es nötig hat, aus dem Zusammenhang gerissene Meinungen einzelner Forenuser darüber, ob sie einen Schützenverein gründen sollen, in einen reißerischen Aufdecker-Artikel zu verpacken. Die damals getätigten Gegenmeinungen werden dabei nicht berücksichtigt.
Der Standard des Standard sackt offensichtlich zu Zeiten des Sommerloches unter das Niveau einer Kronenzeitung ab...
Es ist einfach kompletter Unfug die Piraten in ein Eck von Wehrsportgrüpplern und Heimatbündlern stellen zu wollen, weil einzelne Forenmitglieder (nicht gleichzusetzen mit Parteimitgliedern) in ihrer Freizeit Sportschießen betreiben. Der Piratenkodex der PPÖ besagt: nämlich ganz deutlich:
Piraten lehnen Waffengewalt als Mittel zur Konfliktlösung ab und setzen
sich für allgemeine militärische Abrüstung ein. Piraten erkennen aber
die Notwendigkeit militärischer Selbstverteidigung an.
Jedenfalls müssen nun wohl auch die Kollegen von unserer Schwesternpartei, der PPÖ, erkennen, daß auf dem politischen Parkett rauhe See herrscht und, daß Medien nach Gutdünken Schlammschlachten aus dem Hut zaubern können. Im Wahlkampf wird das gewiß noch schlimmer - ich hoffe nur, daß dann bei all den Rechtfertigungen auf Diffamierungskampagnen noch Raum bleibt, um Inhalte und Ziele zu den Menschen zu transportieren.