"Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?"
"Keiner!"
"Und, wenn er aber kommt?"
"Dann laufen wir davon!"
Wenn ich neuerdings die vielen Berichte über Pegida in Deutschland lese, dann fällt mir immer wieder obiges Kinderspiel ein, das wir als Kinder oft im Hof unserer Wohnanlage praktizierten.
Pegida...ein fürchterlich undeutsches Kürzel für eine deutsche Patriotenbewegung, angetrieben von Angst.
Ehrlich gesagt: aus psychologischer Sicht kann ich sogar nachvollziehen, weshalb große Teile der Deutschen (und auch Österreicher) derzeit soviel Angst vor Migranten und radikalen Islamisten haben. Das ganze vergangene Jahr war geprägt von Medienberichten über den radikalislamistischen Terror in Syrien und im Irak. Darüber hinaus noch die islamischen Fanatiker der Boko Haram in Nigeria, die Hunderte von Mädchen verschleppen.
Klar kriegen die Leute da Angst.
Und zwar die Leute, die in Syrien, im Irak oder in Nigeria leben!
Diese Leute fliehen vor dem Terror, der direkt vor ihrer Haustüre wütet. Und, wenn man schon flieht, dann versucht man natürlich irgendwohin zu fliehen, wo es sicher ist und da ist nun einmal Europa klarerweise ein geeignetes Fluchtziel.
Europa ist eine Festung
Europa ist eine Festung der Demokratie, gebaut auf humanistischen Werten.
Ist Europa eine Festung der Demokratie, gebaut aus humanistischen Werten?
Die Menschen sind schon immer migriert. Sie wandern überall dort hin, wo Ressourcen und Sicherheit existieren.
Wäre das nicht so, dann wären Europa, Asien, Australien und die Amerikas ziemlich menschenleer - die Frühmenschen hätten es bevorzugt in Afrika zu bleiben. Und wären die Frühmenschen nicht migriert, z.B. ins kühle Europa, dann hätte es auch gar nie eine "weiße Rasse" gegeben. Wir wären alle schwarz. Und niemand hätte dann das eingangs beschriebene Kinderspiel erfunden - es wäre dann obsolet.
Also was tun? Menschen wandern nun mal eben. Das war immer schon so.
Nur müssen wir nun angesichts der 8-Milliardenmarke an Menschen neue Strategien entwickeln, wie wir die Ressourcen der Erde gerecht verteilen. Und gerechte Verteilung ist weder eine Stärke des Wachstumskapitalismus, noch eine Stärke der ebenso nach Expansion strebenden Weltreligionen.
Was mir Angst macht? Alltagsrassismus.
Alltagsrassismus und Schubladendenken blockieren uns. Wir verhaften in alten Denkmustern. Wir verharren am Affenfelsen.
Warum habe ich diesen Screenshot aus Facebook in diesen Artikel hier eingestellt?
Weil ich eine Prognose abgeben möchte.
Wenn ein Funktionär der SPÖ auf Facebook migrantenfeindliche Postings absetzt und dadurch eine Welle an rechten, rassistischen Kommentaren seiner Facebookfollower lostritt, dann steht es gut um die FPÖ.
Je blassroter die SPÖ wird, desto wahrscheinlicher ist, daß bei den kommenden Wahlen - aufgestachelt durch die derzeitige "Pegida"-Grundstimmung in der Bevölkerung - der rechte Rand der SPÖ wegbricht und zur FPÖ wandert. Der rechte Rand der SPÖ fragt ihr euch? Ja, den gibt es - das betrifft all jene, die sich nicht klar links der Mitte bekennen...die SPÖ ist durch die vielen Jahre der Koalition mit der ÖVP viel zu bürgerlich geworden, ihre politischen Positionen sind nur mehr blassrot, noch etwas blasser, dann wären sie schon fast hellpink. Strahlende Aussichten für H.C. Strache. - er braucht die ehemals roten Schäfchen nur mehr einzusammeln. Wie sagte schon Marlon Brando als Don Corleone in "Der Pate": "Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann."
Autorin: Irene L.
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Sonntag, 4. Januar 2015
Montag, 1. Juli 2013
SPÖ - Schnarchnasen Partei Östereichs?
Bei der SPÖ muß ich immer an eine alte Dame denken, die beim Stricken im Schaukelstuhl eingeschlafen ist.
Die Sozialdemokratie in Österreichs erscheint immer zahnloser, ihre politischen Aktionen und ihr Parteiprogramm immer verwaschener. Man braucht schon fast eine Lupe um sie noch von der ÖVP auseinander halten zu können.
Aber warum nun diese bitteren Zeilen über die alte Dame?
Ich hab mich heute fürchterlich geärgert, als ich am SPÖ-Hauptquartier in der Innsbrucker Salurner Straße vorbeigekommen bin.
Die SPÖ leistet sich eine der größten Parteizentralen Tirols, die ja letztlich über die Parteienförderungen aus Steuergeldern finanziert wird.
In großen Lettern auf rotem Untergrund hüpft einem das "DU" entgegen und man bleibt erst mal stehen und fragt sich: Was will diese dreiste rote Türe von mir?
Ja, nä...also schau ich mal genauer...ja, da seh ich mich selbst in der Spiegelung des Fensters, dahinter ein leerer, dunkler Raum, der an der Wand in großen Buchstaben das Wort "MITEINANDER" trägt. Leblos, dieses Miteinander-Café, irgendwie...
Weiter links eine Wortwolke aus Begriffen wie "zusammenwirken", "Familie", "Chancengleichheit" und vielem mehr, sie umrahmt ein leeres Schaufenster...leer, duster, ausgehöhlt, so wie die drumrum gedroschenen Phrasen.
Noch weiter links ein großes Schaufenster...eine schmuddelige Jalousie versperrt den Blick in den Raum. Die geben sich ja ganz schön zugeknöpft...
Und wieder nichts drinnen im Fenster - inhaltslos. Was will mir die SPÖ damit sagen? Ich erhalte den Eindruck, die SPÖ ist innerlich so leer wie ihre Schaufenster...und verstaubt.
Liebe SPÖ! Wenn ihr schon selbst nicht in der Lage seid, eure Politik und eure Schaufenster mit Inhalten zu füllen, so wäre es schön, wenn um das Steuergeld wenigstens etwas sinnvolles mit den Schaufenstern gemacht wird. Wie wäre es, wenn ihr sie sozialen Einrichtungen zur Verfügung stellt? Diese könnten sich und ihre Anliegen jeweils ein, zwei Monate über eines der Schaufenster präsentieren, sodaß die Öffentlichkeit sie kennenlernen kann.
Das wär doch was...meint ihr nicht?
Autorin: Irene Labner
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