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Samstag, 15. März 2014

1+1+X=? - Piraten rechnen mit dem Schlimmsten.


Man muss kein mathematisches Genie sein um festzustellen, dass diese Gleichung solange nicht lösbar ist, solange die Unbekannte X nicht bekannt ist.
Deshalb ist es auch in der Politik oftmals beliebt Rechnungen mit Unbekannten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Man hat ja dann immer über (fast) alles informiert, das Gesamtergebnis erschließt sich möglicherweise kritischen BürgerInnen erst wenn alles unter Dach und Fach ist.

Beispiel gefällig:
Laut Medien-Jour fixe am 10.3.2014 ist eines der Hauptthemen in Innsbruck die neue LKW-Sillbrücke St. Bartlmä1.
Das wäre also die erste 1 unserer Gleichung.

Die zweite 1 liefert die Tiroler Tageszeitung am 13.3.2013
Die Stadt will die Funsport-Hallen (Tollinger-Hallen) ankaufen2.

Das X, die Unbekannte, ist der künftige Verwendungszweck des Areals. Darüber wurde nämlich striktes Stillschweigen vereinbart.

Jetzt macht aber striktes Stillschweigen in der Politik Piraten grundsätzlich neugierig.
Und siehe da, ein Blick auf den Stadtplan gibt einen deutlichen Hinweis darauf, was denn das x sein könnte.


orange: Die mutmaßlich geplante Verbindung Abfahrt Innsbruck Mitte - Brennerstraße

Vielleicht ist es ja Zufall, aber die Tollinger-Hallen und St. Bartlmä liegen auf jener Linie, die die Autobahnabfahrt Innsbruck Mitte mit der Brennerstraße und in weiterer Folge der Ferarriwiese verbindet.

Dann wäre die Lösung der Gleichung einfach, nämlich dass die Lkw's, die die geplanten Aushubdeponie auf der Ferrariwiese befüllen sollen, einfach diesen Weg nehmen sollen.


Das aber lehnen die Piraten und auch große Teile der Innsbrucker Bevölkerung ab.Die Ferrariwiese muss eine Wiese bleiben.

Solange die Stadt diese Variante nicht dezidiert und glaubhaft ausschließt, kann sie sich der Ablehnung und Kritik durch die Piraten Partei Tirol sicher sein.


1http://www.innsbruckinformiert.at/aktuelles-detail,pid,20,bid,1281006769,eid,1394462958.html
2http://www.tt.com/politik/landespolitik/8073308-91/stadt-will-funsporthallen-ankaufen.csp

Autor: WS
Ergänzung IL, 16.03.: Man beachte §1 Punkt 5 in folgender Rechtsvorschrift, da wird die Brücke bereits erwähnt - die Brücke ist ein Detail aus dem Brennerbasistunnel-Baukonzept:
http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20005971&ShowPrintPreview=True

Donnerstag, 2. Januar 2014

Fucking Fracking!


Ich denke gerade nach über "Fracking".
Ich geb zu, ich hab den Begriff nun schon oft gehört und mir ist auch schon mal zu Ohren gekommen, daß Fracking mit sehr vielen unabsehbaren, negativen Umweltfolgen verbunden sein kann.
Und dann habe ich es wieder weggeschoben.

Wegschieben ist sehr bequem...immer öfter mal bemerke ich, daß ich es tue. Ich schiebe unangenehme Angelegenheiten beiseite obwohl ich mich stets darüber ärgere, daß die anderen Menschen immer das Unangenehme verdrängen und sich mit Brot und Spielen ablenken. Okay - nicht Brot und Spiele, aber möglicherweise Kochsendungen und Ballerspiele, oder halt sonst irgendein modernes Soma.




Heute aber habe ich einen Artikel im Netz gefunden,der ein Video beinhaltete, das mich aufgerüttelt hat mal über Fracking nachzulesen. Ein Typ fackelt Trinkwasser ab...


"Das ist aber harter Tobak" dachte ich mir, also habe ich mich gefragt, ob es denn tatsächlich möglich ist, daß durch Fracking brennbare Gase in die Wasserversorgung eindringen können.
Ich war doch recht konsterniert als ich folgendes auf Wikipedia lesen könnte:
Speziell in den USA ist die mögliche Verunreinigung von Grundwasser durch Methan infolge von Hydraulic Fracturing kontrovers diskutiert worden. Der umstrittene Dokumentarfilm Gasland aus dem Jahr 2010 widmet sich ausführlich dieser Thematik.[46] Gezeigt wird unter anderem, dass die Konzentration des Gases in Wasserleitungen so hoch sein kann, dass sich das Wasser aus dem Wasserhahn mit einem Feuerzeug entzünden lässt.[47]
Könnte es sein, daß wir in Österreich einfach noch zu wenig über dieses Thema sprechen? Einige große deutsche Medien äußern sich inzwischen sehr kritisch zu Fracking, so z.B. auch "Die Welt" oder  der "Focus". Auch im deutschen Fernsehen und in der deutschen Politik wird das Thema bereits rege erörtert. In Österreich sprechen weder Politik noch Medien über Fracking und seine Folgen - das macht mich irgendwie stutzig. Ist diese Ignoranz dem Thema gegenüber bewußt gesetzt oder verschläft man das Problem einfach wieder einmal?


Die deutschen Piraten, aber auch die Piraten auf EU-Ebene, haben sich bereits ganz eindringlich gegen Fracking positioniert, da sie darin eine Umweltbedrohung sehen und zudem fürchten, daß die Menschen weiterhin abhängig von fossilen Brennstoffen bleiben, anstatt auf erneuerbare Energien zu setzen. Ich hoffe, daß auch die österreichischen Piraten das Thema noch viel stärker diskutieren und Position gegen Fracking beziehen - auch in Österreich müssen wir darüber reden!

Autorin: Irene L.